The Three Tremors – Tim Ripper Owens, Sean Peck, Harry Conklin – 27.11.19, Viper Room Vienna – Live Review

The Three Tremors – European Tour 2019
Special Guest:
Legion of Bokor
Veranstaltung:
27.11.19, Viper Room Vienna
Herkunft: USA
Ticket: 20€
Genre: Power Metal


Meine Vorbereitungen zu diesem Gig begannen schon lange vor dem Konzert. Seit geraumer Zeit bin ich ein großer Fan von Tim Ripper Owens. Jag Panzer und Cage waren auch schon bekannte Namen in meiner Playliste und als die Frontmen aller drei Bands im Rahmen von The Three Tremors European Tour auch Wien kamen, dachte ich nicht lange nach.

Am Abend des Gigs war ich schon eine Stunde vor Einlass beim Viper Room und wartete auf die Band und einen Freund von mir, um ein bisschen über dies und jenes zu quatschen. Schon unterwegs erfuhr ich von Ripper über Facebook, dass er eigentlich zum späteren Zeitpunkt in Viper Room Vienna erscheinen wird. Ein paar Interviews standen noch bei ihm auf der Tagesordnung und ausruhen muss man sich auch natürlich!
Sean Peck war aber vor Ort mit der ganzen Mannschaft und freute sich sehr, sich mit den Fans zu unterhalten. Ein paar von uns kauften die Solo Versionen des letzten Albums und ließen sie unterschreiben. Selfies mit Sean und Small Talks folgten; weiter ging es mit den Unterhaltungen an der Bar. Bald sollte die Support Band auftreten und – wie immer in diesem Fall – wartete ich spannend auf den Auftritt für mich noch unbekannter Band.

Und da war sie – Legion of Bokor aus Wien legten los und – oh man – wie gut war es! Kaum zu glauben, dass das erst der dritte live Auftritt der Band war. Der Sound wurde echt gut eingestellt und sowohl direkt vor der Bühne als auch weiter hinten floss die Musik in die Ohren wie Honig in den Mund. Legion of Bokor zeigten sich von sehr melodischer Seite – guter Heavy Metal, der reizt und zum Rocken bewegt. Da traf der Organisator des Abends das Bull Eye mit der Wahl der Band. An dieser Stelle richte ich echtes Dankeschön an die Jungs aus!

In der Pause erkundigte ich mich schnell beim Personal des Klubs, ob schon jemand Ripper gesehen hatte, doch ich bekam keine Antwort. Zum Glück war die Pause zwischen den Auftritten unglaublich kurz und plötzlich stand die ganze Band direkt von mir auf der Bühne. Steve Grimmett von Grim Ripper, der auf dieser Tournee anstatt Harry Conklin sang, machte langsam den Weg auf der Bühne auch und hinter ihm folgte Ripper als letzter. Das Publikum im Pit wurde komplett verrückt und schrie die Seelen aus den Lungen raus!

Ok, let’s just start the show!’ kündigte Ripper an und das erste Riff von The Wrath of Asgard donnerte aus den Lautsprechern. Gleich wurde klar, dass es mit dem Sound diesmal nicht so gut klappte. Was auch sehr überraschend war, weil Legion Of Bokor kristallklar spielten. Aber Augen zu und rein ins Mosh – da tat sich schon was! Das erste Lied zündete alle gleich an und weiter folgten noch 3 Tracks vom The Three Tremors Album, die alle noch mehr das Pit anheizten. Viele – und mich inkludiert – sangen sehr gern mit und die Gesichter strahlten.

Weiter nahm der Gig eine andere Schiene und reiste in die Vergangenheit. Burn in Hell von Judas Priest übernahm die Estafette zu großer Freude der vielen unter den BesucherInnen und ließ die Nacken bangen. Nach dem Lied gönnten sich Ripper und Peck eine Pause und Steve Grimmett erinnerte alle daran, woher er eigentlich stammte beim Singen vom Grim Rippers Klassiker See you in hell.

Das Tempo Break nutzten viele aus, um wieder zu sich selbst zu kommen. King of Monsters holte uns wieder ab und bereitete auf den Höhepunkt des Abends – Heaven and Hell von Black Sabbath wurde dreistimmig meisterhaft eingesungen und nahm mir fast die letzten Kräfte aus der Kehle.

Es folgten drei Lieder von The Three Tremors und als manche dachten, es wäre schon vorbei, konnten die Tremors alle noch einmal mächtig überraschen – nach einem Zwischensolo donnerte das Schlagzeug das Intro zu Painkiller! Was weiter passierte, war ein voller Wahnsinn. Painkiller übernahm den Klub wie ein wütender Orkan, der niemanden verschonte. Kaum war das Lied vorbei richtete sich Ripper ans Publikum: ‚Are there any lawbreakers out there?‘ und noch ein Priest Klassiker füllte den Klub. Als wir alle am Ende fast kraftlos vor der Bühne krochen, schloss die Band das Programm mit dem Track Three Tremors und verabschiedete sich von uns und von Europa – der Auftritt in Wien war der letzte im Rahmen der europäischen Tournee.

Ohne Zeit zu verlieren sprang ich auf die Bühne und erwischte noch Steve Grimmett für ein Selfie. Dann verfolgte ich schnell Ripper und bat ihn, mir ein Dutzend CDs zu unterschreiben. Der Mann, muss ich erwähnen, zeigte viel Geduld mit mir und nahm sich sogar die Zeit, ein paar freundliche Selfies mit mir zu machen.


Mein Fazit:
Ein geiler Abend, der sicher in der Erinnerung bleiben wird! An dieser Stelle möchte ich der ganzen Band ein riesiges Dankeschön für das Konzert attestieren. Der Gig wurde ziemlich schwach besucht, was aber nicht dazu führte, dass die Band die Setliste kürzte oder schlecht lieferte. Alles war echt klasse und voll Gas! Bis zum nächsten Mal, Leute – keep the flame burning!

Setliste:
The Wrath of Asgard
Invaders from the Sky
Bullets fort he Damned
When the last Scream fades
Burn in Hell
See you in Hell
King of Monsters
Heaven and Hell
Sonic Suicide
Lust oft he Blade
Fly or Die
Painkiller
Breaking the Law
Three Tremors

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