Solarcycles, Trikhorn, Forja, Ardwynn – 22.11.19, Cafe de Meister/NL – Live Review

Solarcycles, Trikhorn, Forja, Ardwynn – De Meister Folk Metal Night
Veranstaltung:
Cafe De Meister, Geleen, NL
Herkunft:
Katalonien, Niederlande, Belgien
Ticket:
Online pre-sale 6,- / Abendkasse 8,-
Genre:
Folk/Pagan Metal


Vom 21.-23.11. 2019 war eine in unseren Breitengraden noch unbekannte Band auf Tour, welche vom Hype her eine der bedeutendsten Touren des Herbstes für mich war. Auf den Tourauftakt im belgischen Lens musste ich leider verzichten, weil 350 km zu einer Clubshow unter der Woche, wenn man am nächsten Tag Frühschicht hat, geht leider nicht. So sind RavenscaR die einzige Band, die mit Forja zusammenspielen, die ich nicht sehen konnte.

Freitag ging es dann aber los auf den Roadtrip nach Geleen in den Niederlanden. Das Cafe De Meister war von der Autobahn sehr schnell und einfach zu erreichen und so war das einzige, was ich von der Weltstadt gesehen habe die riesige Chemiefabrik, welche in der Dunkelheit extrem imposant wirkte. Die Location hatte ein breites Bierangebot und das Jupilar vom Hahn erinnerte mich einfach mal wieder ans Graspop. Sonst werde ich von diesem Bier wohl kein Fan mehr. Dass Geleen nicht der Mittelpunkt der Niederländischen Metalszene ist, ließ die Zuschaueranzahl erkennen. Vor der Bühne waren zum einen die anderen Bands und sonst waren es keine 20 zahlenden Gäste.

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen auf einer Bühne und Personen, die stehenMit etwas Verspätung begannen die belgischen Pagan Metaller von Ardwynn, welche aus gesundheitlichen Gründen auf ihre Folk Instrumentalistin Amandine verzichten mussten. Die Band präsentierte ein engagiertes Set und der Gitarrist brachte recht unterhaltsame Ansagen. Das Set hatte einige bekannte Coversongs dabei. Das dritte Lied haben die Belgier aber sowas von gegen die Wand gefahren, dass es nicht zu überhören war. Als Opener war das ein guter Auftakt, aber für Headlinerslots ist die Band noch nicht ganz so ready.

 

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen auf einer Bühne, Personen, die stehen und Innenbereich

Als zweites war es Zeit für Forja. Bei den ersten beiden Gigs der Tour mussten die Katalanen auf ihre Dudelsack und Flötenspielerin Raquel verzichten und dafür hat Marta an der Geige für die Folk Elemente gesorgt. Ich wurde wie auf den Metaldays 2018 sehr gut unterhalten. Die Songauswahl hat mir gefallen und besonders Muret bietet Hitpotential. Sänger Marti bewegte sich viel im Publikum und konnte die kleine Crowd gut anheizen. Die Coverversion von The Hobbit goes to Isengard hat auch gepasst.

In See konnten wir im Anschluss mit Trikhorn stechen. Die belgischen Piraten Metaller hatten einiges an Deko dabei, wobei sie einiges wieder ins Fahrzeug verstauen mussten, weil die Bühne nicht die größte war. Cool fand ich auch die Idee in eine Kanonenatrape eine Nebelmaschine zu packen. Leider funktionierte die Nebelmaschine nicht. Unterhaltsam war definitiv auch der Auftakt, in der man sich einen kleinen Showkampf lieferte. Auch hat sich die Band in der weiteren Performance echt den Arsch aufgerissen. Im Set gab es neben dem unveröffentlichten One More Site und dem partyverdächtigen Let´s Drink, auch mit Korpiklaanis A Man With A Plan und Alestorms Keelhauled zwei Cover. Soweit so gut, aber leider ist das musikalisch wie andere Vertreter des Genres wie Alestorm oder Lagerstein und so geht musikalisch die Band für mich unter und erreicht keinen Wiedererkennungswert. Der Drumsound kam leider vom Band und der Sound war selbst für jemanden, der letztes Jahr Sojourner in Essen gesehen hat, echt schlecht. Ich denke wenn man ordentlich einen getankt hat, macht das sicher Spaß und wer Pirate Folk liebt, wird mit Trikhorn sicher Spaß haben.

Bild könnte enthalten: 1 Person, auf einer Bühne, spielt ein Musikinstrument und Innenbereich

Den Tagesabschluss bildeten Solarcycles und sie waren für mich der Gewinner des Abends. Auch die Niederländer legten sich auf der Bühne ins Zeug. Sie waren der einzige Female Fronted Act und Sängerin Sascha erinnert mich stimmlich stark an Anna Murphy (ex-Eluveitie, Cellar Darling). Die Musik war deutlich ruhiger und atmosphärischer als von den drei Vorgängern. Soundtechnisch war es zwar besser, als beim Vorgänger, aber ich denke, dass man da noch sicher etwas mehr hätte rausholen können. Einzig bleibt die Frage, warum ich mir die CD nicht gekauft habe.


Links:
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