Silver Talon – Decadence and Decay – Album Review

Silver Talon – Decadence and Decay
Herkunft:
USA
Release:
28.05.2021
Label: M-Theory Audio
Dauer:
46:44
Genre:
Dark Power Metal


Silver Talon sind eine US-amerikanische Power Metal Band, die mit Decadence and Decay ihr erstes Full Length Werk auf die Öffentlichkeit loslässt.

Die Band verspricht virtuose Gitarrenarrangements, die davon profitieren, dass hier drei Gitarristen fuhrwerken dürfen und ein Highlight für jene, die ein Herz für den US Power Metal der 1980er Jahre haben.

Der Opener Deceiver, I Am, der HIER veröffentlicht wurde, startet mit einem enorm druckvollen Intro. Schneidende Gitarrenriffs und maschinengewehrartige Doublekick Rhythmen, die einen gefühlt in den Sessel zurückschieben. Gesanglich hält es Wyatt Howell insgesamt recht flexibel, bewegt sich allerdings selten in extremen Stimmlagen nach oben oder unten.

Von Beginn an kompromisslos

Abgerundet wird der starke Opener mit mehreren furiosen Gitarrensoli, die dem Song letztlich das Prädikat „Highlight“ verschaffen.  Für Resistance 2029 hat man sich die Dienste von Andy La Rocque von King Diamond gesichert. Auch hier gelingt der Spagat zwischen melodischem Power Metal Riffing und feistem Geknüppel hervorragend. Zwischendurch wird außerdem eine atmosphärisch anmutende Solopassage kredenzt.

As The World Burns, gibt’s HIER, startet etwas ruhiger als die ersten beiden Titel, ballert aber nach einer guten Minute Spielzeit ebenfalls ordentlich rein. Diese langsameren Passagen kehren hier dennoch immer wieder und verleihen dem Titel einen düstereren Anstrich.

Next To The Sun gönnt sich ein zweiminütiges Akustikgitarrenintro, ehe der Song ebenfalls in kompromisslosen Old School Power Metal übergeht. Das Gitarrenspiel ist auch hier, wie auf dem restlichen Album über allen Maßen erhaben und so fügt sich auch hier alles ins Konzept ein. Bei Divine Fury, das HIER veröffentlicht wurde, ist der Name Programm. Ein Intro, das man so wohl auch auf die meisten Black Metal Alben pressen könnte, geht nach kurzer Zeit in eine rasante Neoclassical Passage über. Kill All Kings geht den eingeschlagenen Weg konsequent fort, wenngleich es hier etwas weniger düster und angeschwärzt zugeht als kurz zuvor.

Ruhiger geht auch

Auf Power Metal Alben die Old School sein wollen, darf natürlich die obligatorische Power Ballade nicht fehlen. Diesem Anspruch wird mit What Will Be genüge getan. Die niederschmetternden Rhythmen konnte sich die Band aber wohl auch hier nicht zur Gänze sparen, was an dieser Stelle ausschließlich positiv gemeint sein soll.

Zum Abschluss wird mit Touch The Void noch ein achtminütiges Monstrum losgelassen, bei dem die Band nochmal ihre gesamte Vielseitigkeit zur Schau stellt. Atmosphäre, Tremolo Picking, langsam, schnell und natürlich furios, wenn es ums Solieren geht. Hier ist für jeden was dabei.


Fazit
Silver Talon empfehlen sich mit ihrem Full Length Debut für durchaus größeres. Decadence and Decay leistet sich über die gesamte Spielzeit keinen wirklich schwachen Moment und bietet das eine oder andere Highlight. Und dafür gibts eine 8 / 10.

Line Up
Wyatt Howell – Gesang
Bryce R. VanHoosen – Gitarre
Sebastian Silva – Gitarre
Devon Miller – Gitarre
Walter Hartzell – Bass
Michaeel Thompson – Schlagzeug

Tracklist
01. Deceiver, I Am
02. Resistance 2029 (feat. Andy La Rocque)
03. As The World Burns
04. Next To The Sun
05. Divine Fury
06. Kill All Kings
07. What Will Be
08. Touch The Void

Links
Webseite Silver Talon
Facebook Silver Talon


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