Secutor – Executor – Bastards From Hell – Album Review

Secutor – Executor
Herkunft:
Koblenz/Deutschland
Release:
24.01.2020
Label:
A Chance For Metal
Dauer:
43:23
Genre:
Thrash Metal


Die seit 2008 aktiven Koblenzer Thrasher Secutor haben sich im Laufe der Jahre einen guten regionalen Bekanntheitsgrad erspielt. Mit ihrer 2016er ungehobelten Thrash Metal Attacke Stand Defiant ist ihnen ein echter Geheimtipp in der Szene gelungen. Mit einem Auftritt und DVD-Mitschnitt im JUZ Andernach 2018 kurz vor dem Jahreswechsel sollte der nächste Schritt auf der Erfolgsleiter erklommen werden, aber Anfang 2019 erfolgte die überraschende Trennung von Fronter Bobby Bald, der das Bild der Band bisher nicht unwesentlich prägte. Doch schon zur Release Party der DVD  im Mai wird mit Peter Cüsters ein neuer Mann am Mikrofon präsentiert, mit dem im Herbst dann das zweite Langeisen Executor in Angriff genommen wurde.

Zunächst werden dem Hörer mit dem Eröffnungsduo Into Danger und Destination Intoxination zwei typisch räudige Secutor Thrash-Granaten vor den Latz geknallt, bevor sich bei Between Gods And Man die Weiterentwicklung des Bandsounds erstmals zeigt. Melodisch und mit galoppierenden Riffs baut sich der überlange Track auf und entwickelt sich zu einer Nummer, die man so bisher nicht auf einer Secutor Scheibe erwartet hätte. Das pfeilschnelle Fire In The Hole zeigt wieder eine klare Thrash-Kante und dürfte im Live Programm ebenso wie der folgende Titeltrack Executor für heftige Moshpits sorgen!

Ein gesprochenes Intro baut zunächst Spannung auf, bevor auch hier die Kuh am Fliegen ist. Das Stück steht in einer Linie mit den Bandhymnen Secutor und Detonator. Whiskey Train setzt mehr auf groovende Elemente, denn auf Geschwindigkeit, während ein Songtitel wie Speedking hält, was er verspricht. In gut drei Minuten rifft sich die Hommage an den Biker-Lifestyle über die Ziellinie. Strung Out (im Original von Steelpreacher, wo Schlagzeuger Andreas den Tieftöner bedient) schafft das sogar unter drei Minuten. In der zweiten Strophe steigt Steelpreacher Sänger Jens Preacher Hübinger in den Song ein und verleiht dem Track zusätzliches Partyfeeling.

Der Wutklumpen Shapeshifter wurde vorab ja schon auf diversen Plattformen als Appetizer veröffentlicht. Hier knüppelt man zwar beherzt drauflos, vergisst aber auch nicht durch gezielt eingesetzte Gangshouts im Refrain und einen melodischen Mittelpart für die nötige Abwechslung zu sorgen. Sirenenalarm, ein pumpender Basslauf und Thrash-Shouts im Bay-Area-Stil dominieren den energischen Rausschmeißer To The Gallows, der neben dem Titeltrack mein Anspieltipp auf der Scheibe ist.


Executor ist ein solides Thrash Metal Album geworden, bei dem Secutor bemüht sind, ihren Sound um weitere Komponenten zu erweitern. Einen Anteil daran hat natürlich der neue Mann am Mikrofon, der etwas variabler, aber für mich auch weniger charismatisch als sein Vorgänger daherkommt. Stilistisch irgendwo zwischen Rage (an Peavy erinnert mich der Gesang von Peter Cüsters hier und da) und Exodus angesiedelt, ist das Album aber durchaus als gelungener Fortschritt zu bezeichnen. Man darf auf die künftigen Live Shows (z.B. die Album Release Show im Koblenzer Florinsmarkt am 25.10.2020) gespannt sein.
7/10 können die Koblenzer für Executor von mir auf der Habenseite verbuchen.

Line Up:
Peter Cüsters – Gesang
Florian Foemb Herzog – Lead Gitarre
Fabio Axecutioner Baulig – Rhythmus Gitarre
Tobias Dobby Best – Bass
Andreas Mu Hübinger – Drums

Tracklist:
1. Into Danger
2. Destinatin Intoxicatitio
3. Between Gods And Man
4. Fire In The Hole
5. Executor
6. Wiskeytrain
7. Speedkings
8. Strung Out
9. Shapeshifter
10. To The Gallows

Links:
Bandcamp Secutor
A Chance for Metal Records

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