Scour – Black – EP Review

Scour – Black
Herkunft:
USA
Release:
27.11.2020
Label: Nuclear Blast
Dauer:
15:57
Genre:
Extreme Metal


Scour-Band-By-Lefty-Rob-Rasilio
Foto Credit: Lefty Rob Rasilio

Das Line Up von Scour dürfte Fans härterer Metal-Klänge ins Schwärmen bringen. Neben Ex-Pantera-Frontmann Philip H. Anselmo besteht die Band unter anderem aus Mitgliedern von Agoraphobic Noisebleed, Misery Index und Pig Destroyer. Musikalisch serviert uns die Combo auf ihrer EP Black einen Mix aus frühem Black Metal, Grindcore, Punk und Thrash Metal. Dabei geht es relativ minimalistisch zu, Spielereien und komplexe Spannungsbögen muss man woanders suchen.

Ganz schön fies

Der Opener Doom zeigt bereits, dass diese Band musikalisch keine Gefangenen macht. Oldschool-Geknüppel wird von kreischenden Gitarrenriffs begleitet, gesanglich gibt es einen Mix aus Black Metal Screams und Death Metal Growls zu hören. Das Video zum Song findest du HIER.

Diese Marschrichtung ändert sich die gesamte EP über nicht. Nail ist ein fieser Hassbatzen mit kurzen, atmosphärischen Ausflügen, während Propaganda wieder straight nach vorne prescht. Das Lied verfügt über jede Menge Groove und eine nette Hookline, wovon du dich HIER selbst überzeugen kannst.

Flames drosselt erstmals das Tempo ein wenig, haut dem geneigten Hörer dazwischen aber ebenfalls harsche Blastbeats um die Ohren. Microbes ist hingegen ein Intermezzo aus Piano und Orchester-Samples, bevor Subprime wiederum voll auf die Zwölf geht. Dabei werden aber wiederum griffige Hooklines eingestreut. Die gute Viertelstunde Spielzeit ist schnell vorüber und lässt sich eigentlich nur als vertonter Hass mit einem feinen Gespür für gerade genug Melodien beschreiben, um nicht in plumpes Geknüppel zu verfallen. Genau diese Nuance aber macht die EP interessant.


Fazit
Scour waren noch nie etwas für Schöngeister, daran ändert auch die EP Black nichts. Die Combo tobt sich darauf wunderbar aus und liefert uns den perfekten Sound, um richtig schön Dampf abzulassen. Ein Meilenstein der Musikgeschichte ist das zwar nicht, aber Spaß macht es allemal – auch, wenn die Combo ihre Songs gerne nach dem immer gleichen Schema aufbaut.
Dafür gibt es 7 / 10.

Line Up
Philip H. Anselmo – Gesang
Derek Engemann – Gitarre, Gesang
John Jarvis – Bass, Gesang
Mark Kloeppel – Gitarre
Adam Jarvis – Schlagzeug

Tracklist
01. Doom
02. Nail
03. Propaganda
04. Flames
05. Microbes
06. Subprime

Links
Facebook Scour
Bandcamp Scour


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