Scion of Darkness – Downpath – Album Review

Scion of Darkness – Downpath
Herkunft:
Klagenfurt / Österreich
Release:
04.12.2020
Label:
Eigenproduktion
Dauer:
40:19
Genre:
Death Metal


Scion of Darkness-BandScion of Darkness ist eine junge Death Metal Band aus Klagenfurt. Die vier Musiker haben bereits mehrere Auftritte in Kärnten und der Steiermark hinter sich, Corona-bedingt waren sie auch in einigen Live-Streams zu sehen.

Jetzt hat die Combo beschlossen, ihr Debütalbum Downpath unters Volk zu bringen. Bassist Schause hat die Platte produziert, auf der zehn straighte Death Metal Songs zu hören sind.

Es rumpelt im Kärntner Underground

Für eine Eigenproduktion dröhnt der Sound gut abgemischt aus den Boxen. Musikalisch wechselt die Band zwischen peitschendem Uptempo-Geprügel und groovigen Midtempo-Passagen hin und her, wodurch die Songs eine spannende Dynamik erhalten und die nötige Abwechslung bieten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Lied Warrior, welches sich in der zweiten Hälfte in einen netten Nackenbrecher verwandelt. Das Video dazu findest du HIER.

Sänger Raphael beherrscht sowohl tiefe Growls, als auch höhere Screams und wechselt oft zwischen diesen Gesangstechniken hin und her. Sein Stil, das abwechslungsreiche Spiel von Schlagzeuger Manuel und die knackigen Riffs erinnern in manchen Songs ein klein wenig an die alten Glanztaten von Kataklysm. Ein gutes Beispiel ist Graveyard, zu dem es HIER ein Live-Video zu sehen gibt.

Butcher of the Damned wiederum lässt durch seinen simplen, aber einprägsamen Aufbau Parallelen zu Legion of the Damned erkennen. Der Rausschmeißer Soulless hingegen orientiert sich wieder stärker an der groovigen Ausrichtung dieses Genres und bildet einen gelungenen Abschluss, wozu nicht zuletzt der eingängige Refrain der Nummer beiträgt. Nach 40 Minuten Spielzeit und mindestens genau so vielen Riffs und Tempowechseln bleibt der geneigte Death Metal-Liebhaber etwas geplättet, aber zufrieden zurück.


Fazit
Downpath ist ein starkes Signal aus dem Kärntner Underground. Scion of Darkness beherrschen ihr Handwerk und versuchen hörbar, keine Monotonie aufkommen zu lassen. Die erste Hälfte der Spielzeit beinhaltet überwiegend starke Death Metal-Kracher, die zweite Hälfte kann dieses Niveau leider nicht ganz halten. Ein echter Rohrkrepierer lässt sich auf dem Album aber auch nicht ausmachen. Zusammengefasst ein mehr als gelungenes Debüt, die 8 / 10 sind redlichst verdient.

Line Up
Raphael – Gesang
Manuel – Gitarre
Schause – Bass
Manuel – Schlagzeug

Tracklist
01. Abomination
02. Extinction
03. Warrior
04. Sovereign
05. Graveyard
06. Downpath
07. Butcher of the Damned
08. Dark Wraith
09. Ascension
10. Soulless

Links
Facebook Scion of Darkness
Bandcamp Scion of Darkness


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Album Review – Kataklysm – Unconquered
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Kolumne – Genreweisende Alben – Der etwas andere Klassiker, Dissection

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