REACH – The Promise Of A Life – Album Review

REACH – The Promise of a Life
Herkunft:
Schweden
Release:
23.04.2021

Label: Icons Creating Evil Art
Dauer:
38:20
Genre:
Alternative Rock


Reach-Band
Foto Credit: Gustaf Sandholm Andersson

Reach haben sich 2012 gegründet und stehen seitdem für Alternative Rock made in Sweden. Für ihr neues Album The Promise Of a Life hat sich das Trio bewusst vorgenommen, sich selbst keine Genre-Grenzen oder Tabus aufzulegen. Dementsprechend vielfältig ist die Scheibe auch ausgefallen.

“Wir hatten so viel Spaß bei den Aufnahmen zu diesem Album. Mit Songs, die etwas außerhalb unserer Komfortzone liegen, und Songs, die uns einfach zu 100% fordern”, sagt die Band selbst dazu. “Alle Songs haben eine Geschichte, und da wir viel Zeit damit verbracht haben, diese Geschichten zu erfinden, waren wir gezwungen, einen ebenso interessanten Soundtrack zu erstellen.”

Abwechslungsreicher Rock-Sound

Die Musik von Reach ist tatsächlich ein interessanter Mix aus unterschiedlichen Rock- und Metal-Spielarten. Der Opener New Frontier ist ein melodisch-treibender Song, unterbrochen von Stakkato-Passagen und mit Anleihen bei Muse und Co. The Law hingegen ist hingegen eher klassisch, sowohl was den Aufbau, als auch was die Rhythmen angeht. Du kannst dir das Lied HIER anhören.

Sänger Ludvig Turner scheut allgemein auch vor höheren Tonlagen nicht zurück, aber er übertreibt es zum Glück nicht damit. Viel eher sind seine Gesangslinien unterstützend in die Strukturen der Songs eingebettet, er verwendet seine Stimme sozusagen als Instrument unter anderen Instrumenten. Vor allem bei eher ruhigen Songs kommt das gut zur Geltung, beispielsweise HIER bei Young Again – Aber Vorsicht, die Nummer ist ein echter Ohrwurm!

Der Anspruch an den Hörer variiert

Promise Of A Life zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Nummern einerseits sehr einprägsam sind, sich teilweise aber auch gut für nebenher eignen, beispielsweise für Autofahrten. Beispiele dafür sind Satellite und The Seventh Seal. Das ist nicht negativ gemeint, denn Musik muss den Hörer ja nicht immer zu 100% fordern, um gut zu sein.

Gegen Ende des Album hauen Reach mit The Streets noch einmal einen simplen, aber eingängigen Rocker US-amerikanischer Machart raus. Der abschließende Titeltrack komplettiert die Scheibe mit einer emotionalen Halbballade. Nach einem kompletten Durchlauf der Scheibe bleibt ein positiver Gesamteindruck bestehen, die Band hat sichtlich Spaß an dem was sie tut – und der Hörer auch.


Fazit
Reach haben mit The Promise Of A Life ein sehr abwechslungsreiches Alternative Rock-Album erschaffen, das Die Hard Fans des Genres und Nebenbei-Hörer gleichermaßen anspricht. Die Scheibe macht Spaß und fordert den Hörer dennoch genug, um auch nach mehreren Durchläufen nicht langweilig zu werden. Dafür gibt es 8,5 / 10.


Line Up
Ludvig Turner – Gesang
Marcus Johansson – Schlagzeug
Soufian Ma´Aoui – Bass

Tracklist
01. New Frontier
02. The Law
03. Young Again
04. Satellite
05. Motherland
06. The Seventh Seal
07. Higher Ground
08. Cover My Traces
09. The Streets
10. Promise Of A Life

Links
Facebook Reach
Webseite Reach


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