Pre-Human Vaults – Allegiance Divine – EP Review

Pre-Humasn Vaults – Allegiance Divine
Herkunft:
Schweden
Release:
10.06.2022
Label: Discouraged Records
Dauer:
17:29
Genre:
Death / Thrash Metal


Es gibt Bands, die existieren über Jahre und bringen es gerade vielleicht auf ein Album. Oft sind es Ansammlungen von Musikern, die mit ihren Hauptbands nicht ausgelastet sind oder ihr Stil nicht in das kreative Konzept passt. Also werden Bands, wie Pre-Human Vaults gegründet, die acht Jahre vor sich hindümpeln, um jetzt wie Phoenix aus der Asche empor zu steigen und endlich ihre vier Song Debüt EP zu veröffentlichen. Bandgründer Ronnie Björnstorm bekannt als Produzent der letzten Aeon Scheibe hat fähige Musiker um sich geschart und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. 

Tod in Namen Gottes

Die Schweden haben gierige vier Songs in de EP gepackt, die keine Zeit für Verschnaufpausen geben. Hier und da werden mit elektronischen Samples herumgespielt, die etwas Industrial-Horror Gefühl aufkommen lassen. Insbesondere der Song When The Trap Is Set, spielt mit seinen psychotischen Keyboardklängen eine große Rolle auf dieser EP. Hinzu kommen fette Riffs und groovige Eingängigkeit, die eine wuchtige Wand aufbauen. Sänger Christian Älvestam shoutet und growlt darüber hinaus, wie ein junger Death Metal Gott. Es ist eine wahre Wonne und seine Stimme lässt die Songs wie eine vernichtende Mischung aus Hardcore, Thrash und Death klingen. 

Was lange währt…

Passend zum Albumtitel setzen sich die Songs mit dem Thema Töten im Namen Gottes, auseinander. Im brutalsten Track Shadow. 44 setzen sie sich mit dem Serienkiller Son of Sam auseinander. Durchdringende Blastbeats und eine einprägende Hook mit thrashigen Riffs sorgen für eine unbändige Energie. Hier wird nichts gezügelt oder zurückgehalten. Überraschend finde ich auch die großartigen Solis in den Songs, die immer wieder die Stimmung auflockern und mein leichtes Doppelkinn zum Schlabbern bringt, weil es Richtung Hals schnellt. Für diesen erinnerungswürdigen Moment sorgt der Groove-Monster Opener Whirlwind Reaper. In die gleiche derbe Kerbe schlägt der vierte Donnerschlag Close To All, Next To Nothing, diesen Knaller könnt ihr euch HIER reinziehen. 

Hart und härter

Die 17 Minuten wurden in ein hübsches Soundgewand gepackt. Natürlich hatte auch hier Ronnie mit seinem eigenen Studio, seine Finger mit im Spiel. Warum auch fremd aufs Klo gehen, wenn der schönste Pott zu Hause steht. Eine astreine Produktion macht die EP zu einem wahren Thrash / Death Metal Leckerbissen.


Fazit
Allegiance Divine
sitzt jetzt schon auf dem Hotseat für die Debüt EP des Jahres und Pre-Human Vaults könnten das Podest als Newcomer des Jahres besteigen. Die vier Geschosse sind hochwertiger extremer Groove Metal, der dir den Kopf abschraubt und zum Ausflippen auffordert. Wenn es ein Abziehbild für variablen, modernen Thrash/Death Metal geben würde, müsste das Cover von dieser EP drauf sein. Ich zücke eine 9 / 10

Line Up
Christian Älvestam – Gesang
Ronnie Björnström – Gitarre
Patrik Gardberg – Gitarre
Peter Nordin – Bass
Michael Gomez – Schlagzeug

Tracklist
01. Whirlwind Reaper 
02. Close to All, Next to Nothing
03. When the Trap Is Set
04. Shadow .44

Links
Facebook Pre-Human-Vaults
Bandcamp Pre-Human-Vaults

 


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Crisix – Full HD
Interview – Akroasis, Nachgefragt bei Marcel Knupp
EP Review – Rezet – New World Murder

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 4 Average: 5]