Monosphere – Amnesia – Album Review
Monosphere – Amnesia
Herkunft: Deutschland
Release: 13.03.2026
Label: Eigenrelease
Dauer: 42:10
Genre: Post Metal / Prog Metal / Mathcore
In Mainz gibt es diese eine Band, die für mich der Inbegriff des modernen Metals bedeutet. Obwohl sie mit The Puppeteer und Sentience schon zwei Meilensteine fabriziert hat, ist es wohl immer noch notwendig die aus Mainz stammende Band vorzustellen.
Hier sind wir also: Willkommen in der fantastischen Welt von Monosphere. Was die Jungs so besonders für mich macht? Komplexität trifft Eingängigkeit, Hardcore kollidiert mit Melancholie und Klargesang harmoniert mit wütenden Screams. Hinzu kommt, dass die Mainzer immer noch ohne Plattendeals sind. Alle Attribute werden auch in ihrem neusten Streich Amnesia zu finden sein.
Vertonte Beweglichkeit
Musikalisch hat man sich nicht großartig verändert. Hier trifft der Begriff – Never change a winning team, in dem Fall steht das Team für musikalische Richtung. Die Band schafft es wie in den beiden Alben zuvor, eine gesunde Balance aus wütenden Parts und ruhigen Momenten zu schaffen. Eine perfekte Blaupause dafür ist Nadir; den impulsiven Track könnt ihr euch HIER einverleiben. Kevin ist gesangstechnisch auf vollster Höhe und überzeugt mit seinen Screams und gefühlvollen Klargesang. Die Schreie und Growls im epischen Track Zenith können sich mehr als sehen lassen.
3 Songs für ein Halleluja
Dieser Song steht für die ganze Stärke des Albums. Von außen hart, komplex und undurchdringlich, im inneren verletzlich, atmosphärisch und ausdrucksstark. Der starken Nummer folgt das sanfte Engram, ein klar gesungenes Intro für den absoluten Brecher des Albums, Dissolve – ein Prog Metal Meisterwerk, bei dem jeder Musiker der Band seine Qualitäten zeigen, irres Bassspiel von Marlon, virtuoses Spiel von Drummer Rodney und Gitarrist Lukas überragt mit harten Riffs. Der Song beschreibt eine musikalische Achterbahn der Gefühle. Vor allem zeigt er, wie mutig die Band an das Songwriting herangehen. Es werden Konventionen aufgehoben und nur so entsteht große Musik.
Selbstfindung als Schlüssel zum Ziel
Außerdem hab ich den Eindruck, dass sich die selben Melodiestrukturen durch die Songs ziehen und somit der Eindruck von einem Konzeptalbum entsteht. Das Album scheint ein Konzept zu verfolgen, das sich mit einer tiefen inneren Reise und der Auseinandersetzung mit emotionalen und psychologischen Herausforderungen beschäftigt. Es behandelt Themen wie Liebe, Verlust, Identität, Selbstfindung, innere Konflikte und die Suche nach Heilung.
Monosphere erforschen mit Amnesia den Kampf mit der eigenen Identität und den inneren Schatten, mit dem Ziel, durch diese Dunkelheit hindurchzugehen und letztlich Heilung und Selbstakzeptanz zu finden. Von daher ist es ein Pflichtprogramm dieses Album komplett am Stück zu hören, weil es nur so, sowohl lyrisch als auch musikalisch, einen Sinn ergibt. Produktionstechnisch ist trotz aller Modernität, alles organisch gehalten.
Fazit
Mit Amnesia hat sich für mich Monoshpere einmal mehr an die Speerspitze der modernen deutschen Prog-Metal Bands gehievt und sollte immer als Referenz für modernen Prog-Metal genannt werden. Wer auf intelligente Konzeptalben mit Raffinesse steht, kommt an diesem Album nicht vorbei. Auch nach dem 100sten Durchlauf wird das Ding nicht fad.
Von daher eine satte 9,5 / 10

Line Up
Gesang – Kevin
Gitarre – Lukas
Bass – Marlon
Schlagzeug – Rodney
Tracklist
01. Collapse
02. Anomia
03. Nadir
04. Allusion
05. Limbic
06. Idiomorph
07. Zenith
08. Engram
09. Dissolve
Links
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