Holotropic – Individual – Album Review

Holotropic – Individual
Herkunft:
Slowakei
Release: 20.02.2026
Label: Eigenverlag via Bandcamp Band
Dauer: 30:37
Genre: Progressive Death Metal


Albummäßig hat man schon lange nichts mehr von der slowakischen Prog Metal Kapelle Holotropic gehört. Ihr Debütwerk Permeate liegt ja nun auch schon über zwölf Jahre zurück. Die Zwischenzeit hat die Band mit diversen Liveauftritten im osteuropäischen Raum überbrückt. Aber Freunde von feinem Progressive Death Metal haben einen Grund mehr zu Freude, denn mit Individual steht nun das zweite Album bereit.

Wobei man fast schon enttäuscht feststellen muss, dass das Vergnügen recht kurzer Natur ist. Mit knapp 30 Minuten liegt Individual von der Laufzeit her im Grenzgebiet zwischen EP und LP. Das ist insoweit schade als dass die fünf Slowaken erstklassiges Songmaterial gesetzt haben. Umso mehr darf man sich als über die vorhandenen Songs freuen.

Mit D’Filer beginnt das Album zunächst alternative rockig, bevor es sich in einen knackigen Prog Metal Track mit abwechselnd guturalem und klar gesungenen Passagen und strammer Rhythmusarbeit steigert, wie HIER zu hören ist. Auch der nächste Track Al(l)one fährt nicht durchgehend Vollgas, im Mittelteil lassen Holotropic Atmosphäre und feine Gitarrenmelodien zu.

Extreme Variabilität

Das zentrale Stück ist sicher das dreiteilige in_dividual, das im ersten Teil Animal gut los bretzelt, wie HIER zu hören ist. Der zweite Teil Lamina bildet das Klimax mit einer variantenreichen Songkonstruktion und orientalisch anmutenden Songideen. Die Welle wird dann für den dritten Teil Anima gebrochen, das mit sphärischen Gitarren und Synthiesounds den Abschluss bildet.

Fans von Progressive Metal Kapellen wie Between the Buried and Me, Rivers of Nihil oder Cynic dürfen sich auf Individual sehr wohl fühlen. Obwohl sich die Band selbst als Extreme bezeichnet, fährt man nicht dauerhaft Vollgas. Vielmehr variiert man erfreulich oft Tempo und Rhythmik, lässt orientale oder auch jazzige Einflüsse hörbar und machen das Album zu einem kurzweiligen Feinschmeckertipp für Fans des Genre. 


Fazit 
Die lange Wartezeit hat sich obgleich der Kürze sehr gelohnt. Auf ihrem zweiten Longplayer Individual zeigen sich Holotropic als energiegeladene Kombo, die Variationen und Zwischentöne zulässt. 9 / 10

Line Up
Vladimír Mikuláš – Gesang, Samples
Kamil Adamík – Gitarren, Synthesizer
Alexander Sucháček – Gitarren
Rastislav Molnár – Bass
Janko Hutka – Schlagzeug

Tracklist
01. D’Filer
02. Al(l)one
03. fRiction
04. out-with-in
05. in_dividual – part I: Animal
06. in_dividual – part II: Lamina
07. in_dividual – part III: Anima

Links
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