Misticia – XVA – Album Review

Misticia – XVA
Herkunft:
Kolumbien
Release:
07.10.2021
Label: Yahuar Mallcu Records
Dauer:
38:00
Genre:
Death Metal / Sludge Metal


Misticia aus Soacha in den kolumbianischen Anden haben in der Vergangenheit durchaus Pionierarbeit geleistet. Ende der 1990er Jahre gegründet, waren sie die erste Metal Band aus ihrem Heimatland, die in Europa und in Deutschland aufgenommen haben. Sie sind ebenfalls die ersten Metal Vertreter Kolumbiens, die in bestimmten Regionen der Welt getourt haben, beispielsweise im nordafrikanischen Raum 2019.

Weiterhin durften sie mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Metal Bereich zusammenarbeiten. Ihr aktuelles Album XVA wurde von Daniel Bergstrand, den wir von Meshuggah, Behemoth, In Flames und viele mehr kennen, produziert, in Deutschland aufgenommen und schon 2019 auf CD sowie digital veröffentlicht. Nun steht eine Wiederveröffentlichung an, die zudem auch noch Vinyl erfolgen wird.

Ein Konzeptwerk back to the roots

Und das ist ganz sicher ein Grund zur Freude! XVA ist ein Konzeptwerk über die Geschichte Kolumbiens und der Besiedlung Südamerikas im allgemeinen und nimmt in den Texten, dem Artwork sowie den Album- und Songtiteln Bezug auf die präkolumbianische, indigene Geschichte Bezug.

Das alles wird in feinst groovenden Death Metal dargeboten, der mit satten Gitarren, scharf gegrowlten Gesangseinsätzen in spanisch, englisch sowie teilweise in indigenen Sprachen nicht geizen mag. Schon der Opener Suacha, den du dir HIER anhören kannst, geizt nicht mit groovenden Rhythmen.

Death Metal gepaart mit kolumbianischer Tradition

Fans von Sepultura oder Gojira sollten sich hier von der ersten Minute an heimisch fühlen. Man fährt allerdings nicht ausschließlich Vollgas. La Chucua gibt dem Hörer mit akustischen Klängen eine Verschnaufpause. Die braucht er auch, denn Thanksgiving Day weist erneut mit schweren Rhythmen auf, wovon du dich HIER überzeugen kannst.

Die Produktion ist transparent und druckvoll, was nicht anders zu erwarten war. XVA ist einfach großartig. Es groovt an jeder Stelle, die Gitarren sind fett und melodisch, dass es eine Freude ist. Das Konzept ist schlüssig und entführt den Hörer in die Geschichte Kolumbiens. Misticia sind sehr heimatverbunden und stehen zur ihrer Kultur. Das macht sie sympathisch und stellen sie auf eine Stufe mit Sepultura und Pantera.


Fazit
Mit XVA haben Misticia eine hervorragende Groove Death Metal Platte erschaffen, die gekonnt den kulturellen Hintergrund der Musiker mit fetten Metal zu verquicken weiß. Für mich macht das 9 / 10


Line Up
Diego R. Cruz – Gitarren, indigene Flöten, Gesang
Guido Meer de Voltaire – Gesang
Jon Alba – Bass
Hernan M. Riveros – Gitarren
Camilo Donneys – Schlagzeug

Tracklist
01. Suacha
02. Aperrear
03. Mallku
04. Yohualli
05. Marrichiweu
06. Buruka Ccosi
07. La Chucua
08. Thanksgiving Day
09. Hazañas Sanguinarias
10. Sin tu dios
11. Ally Shamushka
12. Delay de las Indias

Links
Facebook Misticia
Bandcamp Misticia


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