Machine Head – Øf KindØm and CrØwn – Statement Review


Machine Head – Øf KindØm and CrØwn
Herkunft:
Oakland / USA
Release:
26.08.2022

Label: Nuclear Blast Records
Dauer:
59:31
Genre:
Metal


Foto Credit: Travis Shinn und Paul Harries

Seit 1991 sind Machine Head unbestrittene Meister mörderischer Riffs, kämpferischer Grooves und wilder Hooks und haben sich längst als eine der einflussreichsten und aufrüttelndsten Bands der Metal-Welt etabliert.

Machine Head haben seit drei Jahrzehnten einen einzigartigen Weg quer über den Globus geebnet, und ein Ende ist nicht in Sicht. Ob dreistündige Marathon-Live-Auftritte, Millionen von weltweit verkauften Alben oder große und kleine Auszeichnungen – es gibt nicht viele “Ablenkungen”, die die Vision von Gitarrist/Sänger/Gründer Robb Flynn, der kürzlich übrigens privat in Wien gesichtet wurde, in diesen Tagen trüben.

2022 sind Machine Head mit ihrem bisher stärksten und vollständigsten Album zurück. Øf KindØm and CrØwn ist ein einstündiger konzeptioneller Monolith, reich an Farben und Dynamik, aber auf Zerstörung ausgerichtet. Das Album spielt in einem futuristischen Ödland, in dem der Himmel immer purpurrot ist, und erzählen die Geschichte zweier Charaktere, die beide mit einem unberechenbaren Trauma konfrontiert sind und deren Geschichten sich im Laufe des Albums blutig verflechten.

Das Album und das Konzept wurden lose von der japanischen Anime-Serie Attack On Titan inspiriert“, sagt Robb, “in dem Sinne, dass es in dieser Serie keinen “guten” oder “bösen” Kerl gibt… beide Seiten glauben, dass sie das Richtige tun, aber beide begehen Gräueltaten und Böses.

Was unsere Redakteure Adriana, Frank, Jannik und Markus dazu zu sagen haben, könnt ihr hier nachlesen:


Adriana
Als Machine Head mich das letzte Mal begeisterten, sah ich sie 2008 live im Stadion in Prag als Vorband von Metallica. Geflasht hatten mich besonders drei Tracks, allesamt aus dem legendären The Blackening Album. Genau dieselbe Begeisterung löst das nun vorliegende Øf KindØm and CrØwn bei mir aus. Bereits der Opener, Slaughter The Martyr, weist den Weg für das gesamte Album, das ein Konzeptalbum ist. Rob Flynn hat es tatsächlich wieder geschafft, eine Einheit in die Band zu bringen und sein Songwriting überzeugt! Gebt euch den Track ChØKe ØN The Ashes ØF YØUr Hate HIER zur Hörprobe und ihr wisst, was ich meine, wenn ich von Thrash-Salven spreche, die überzeugen! Die Riffs, das Schlagzeug und der Groove, den die Band an den Tag legt, ist purer Bay Area Thrash! Das Album verdient sich bei mir eine 8,5 / 10. Machine Head ist zurück! 

Frank
Robb Flynn hat sich endlich mal wieder zusammengerissen und gescheite thrashig, groovige Riffs geschrieben. Das ganze würzig abgeschmeckt mit feinen Solos und dem ersten Konzeptalbum in der Bandhistorie. So kann man das neue Ding von Machine Head kurz und knapp beschreiben. Øf KindØm and CrØwn ist für mich musikalisch ein kleiner Hybrid aus Burn my Eyes und The Blackening. Zusätzlich bringen die neuen Bandmitglieder Jared McEachern, Gitarre, und Matt Alston, Schlagzeug, frischen Wind rein, der wie ein Orkan die alte Stärke dieser Band aufwirbeln lässt. Songs wie Slaughter the Matyr, Become the Firestorm und Unhallowedfahren ganz groß auf und schreien danach live gespielt zu werden. Somit schaffen die Amis sich wieder neu zu erfinden, nur ist diese Erfindung der gute alte Sound. Ein harmonisches Album mit Killerriffs und einem Robb Flynn in Höchstform. Stolze 8,5 /10 können sich die Jungs auf die Fahne schreiben.

Jannik
Machine Head besinnen sich auf Øf KindØm and CrØwn wieder mehr zurück auf ihre Wurzeln im groovigen Thrash Metal und reißen nur noch teilweise in Nu-Metal Gefilde aus. Nach dem Ausstieg von Phil Demmel und Dave McClain, die beide fast zwanzig Jahre zum Kern der Band gehörten, schafft Bandleader Robb Flynn trotzdem noch ein wirklich unterhaltsames Album auf die Beine zu stellen, was technisch auch mit neuem Personal großen Eindruck macht! Zudem stellt es das erste Konzeptalbum der Band überhaupt dar und überzeugt so auch noch durch tolle Komposition von 13 Tracks, die spannend auch mit nicht-musikalischen Nummern  eine Geschichte erzählen. Eine Rückbesinnung, die ein kleines Comeback der Band werden könnte.
8 / 10 von mir.

Markus
Wo Machine Head draufsteht, ist grooviger Metal drin. Daran ändert sich auch auf Øf KindØm and CrØwn nichts, obwohl sich das Line-Up sehr wohl geändert hat. Die Songs sind wie immer stark umgesetzt und großteils auch für Live-Gigs geeignet. Dennoch wird man beim Anhören das Gefühl nicht los, dass Machine Head heutzutage einfach nicht mehr an Großtaten wie The Blackening anknüpfen können. Diese Aussage ist natürlich etwas unfair, schließlich kann auch keine andere Band einfach so ein Meisterwerk nach dem anderen produzieren – dennoch, das Gefühl beim Hören bleibt bestehen. Fans werden allerdings hundertprozentig zufrieden gestellt und wirkliche Durchhänger gibts auch nicht. Insgesamt reiht sich die Platte im qualitativ hohen Backkatalog der Band zwar nicht ganz vorne, aber immerhin irgendwo im oberen Drittel ein. 7 / 10 mit Tendenz nach oben, bei Machine Head altern die Songs nämlich meistens recht gut.


Fazit
Unsere Redakteure pendeln sich bei einer glatten 8 / 10 ein und sind sich einig, dass die große Fanschar zufrieden sein wird mit dem aktuellen Album! 

Line Up
Robb Flynn – Gesang, Gitarren
Waclaw “Vogg” Kieltyka – Gitarren
Jared MacEachern – Bass
Matt Alston – Schlagzeug

Tracklist
01. Slaughter The Martyr
02. ChØKe ØN The Ashes ØF YØUr Hate
03. BecØMe The FirestØRm
04. ØVerdØSe
05. My Hands Are Empty
06. UnhallØWed
07. Assimilate
08. Kill Thy Enemies
09. NØ GØDs, NØ Masters
10. BlØØDshØT
11. RØTten
12. Terminus
13. ArrØWs In WØRds FrØM The Sky

Links
Facebook Machine Head
Webseite Machine Head


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