L.A. Guns – Renegades – Album Review

L.A. Guns – Renegades
Herkunft: USA
Release: 13.11.2020
Label: Golden Robot Records / Soulfood
Dauer: 39:27
Genre: Hard Rock


L.A. Guns-Steve Riley-BandEines vorweg: Von den L.A. Guns gibt es derzeit zwei Versionen. Einmal die Version mit Gitarrist Tracii Guns und Sänger Philip Lewis und einmal den Ableger des ehemaligen Schlagzeugers Steve Riley. Dieser hat, nachdem er geschasst wurde, seine neue Band einfach gleich benannt. Das Album Renegades, um das es hier geht, stammt von der Steve Riley-Version der Combo.

Muss man nicht ganz verstehen, außer man ist ein Hardcore-Fan. Jedenfalls erwarten uns auf dem Album zehn Songs in 1980er Jahre Hard Rock Manier. Nicht umsonst werden die (originalen) L.A. Guns gerne in einem Atemzug mit Bands wie Mötley Crue, Ratt und Poison genannt und musizieren seit rund 30 Jahren (in der ein- oder anderen Version).

Keine haarige Angelegenheit

Wer jetzt möglicherweise an Hair Metal denkt und vorsorglich “Untrue!” schreit, wird schnell eines Besseren belehrt. Die Combo spielt astreinen Hard Rock, der sehr gut abgemischt und stimmig aus den Boxen dröhnt. Das bedeutet: Das Album ist vollgepackt mit groovigen Rhythmen und knackigen Gitarrensolos. Dazwischen agiert Sänger Kurt Frohlich in mittleren Tonlagen und unterstützt die Oldschool-Riffs viel eher, anstatt sich selbst in den Vordergrund zu singen.

Die erste Single Renegades, die du HIER findest, gehört zu den melodischeren Nummern des Albums. Andere Songs, beispielsweise Well Oiled Machine, konterkarieren diesen Sound mit sehr straighten Rock-Rhythmen und bringen damit ein bisschen Abwechslung auf die Scheibe. Den Beweis findest du HIER. Natürlich darf auch eine Ballade mit akustischen Tönen nicht fehlen, in diesem Falle handelt es sich dabei um das Lied Would.

Crawl beendet das rund 40-minütige Werk mit Mitsing-Passagen und einem Bass-Riff, dass einerseits typisch 1980er Jahre ist, andererseits aber genau deswegen im Ohr hängen bleibt und den Song vorantreibt.


Fazit
L.A. Guns machen zwar nichts falsch, aber sie liefern mit Renegades auch kein besonders hervorstechendes Album ab. Auf der Platte lässt sich keine einzige, schlechte Nummer finden, die großen Hits liefert die Combo damit aber auch nicht ab. Zusammengefasst handelt es sich hier um eine solide Hard Rock Scheibe, die Fans des Sleazy-Genres bestimmt gefallen dürfte. Dafür gibt es ebenso solide 7 / 10.

Line Up
Kurt Frohlich – Gitarre, Gesang
Scotty Griffin – Gitarre, Hintergrundgesang
Kelly Nickels – Bass, Hintergrundgesang
Steve Riley – Schlagzeug, Percussions, Hintergrundgesang

Tracklist
01. Don’t Wanna Know
02. Renegades
03. Would
04. All That You Are
05. Witchcraft
06. You Can’t Walk Away
07. Lost Boys
08. Well Oiled Machine
09. Why Ask Why
10. Crawl

Links
Facebook L.A. Guns
Webseite L.A. Guns


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