God is an Astronaut – The Beginning Of The End – Live Album Review

God is an Astronaut – The Beginning Of The End
Herkunft:
Irland 
Release:
15.07.2022
Label: Napalm Records
Dauer:
52:01
Genre:
Post Rock 


Bereits früh outete ich mich als absoluter God is an Astronaut Fan und verfolge die musikalischen Outputs der Gebrüder Kinsella und ihrer Band schon viele Jahre. Zugegebenermaßen kreuzten sich unsere Wege nicht schon zu ihrem 2002 veröffentlichten Debüt The End of the Beginning, erst einige Jahre später, doch natürlich musste das Debüt schnell in die Sammlung. Der Ruf, sie wären die absolut genialste Live Band des Post Rock eilte ihnen schließlich weit voraus.
Davon, dass die Unkenrufe nicht unrecht haben, überzeugte ich mich bereits mehrmals – glaubt mir, die Atmosphäre, die GIAA bei jedem ihrer Auftritte erzeugen, sucht ihresgleichen. 

20 Jahre The End of the Beginning – Happy birthday!

Es ist also eine Art (Geburtstags-)fest, dass das Live Album gerade jetzt releast wird. Wir feiern die Veröffentlichung des Debüts vor exakt 20 Jahren und dürfen Zeuge werden, wie sich die Band, ihre Spielweise, ihr Ausdruck und ihre Kraft verändert haben. Okay, ich gestehe, ich habe hiermit schon gespoilert. 

Aufgenommen wurde das Live Album im Oktober 2021 im Windmill Lane Recording Studio in Dublin, der Heimat der Band. Schon bei den ersten Takten des ersten Track The End Of The Beginning hat man das Gefühl, der Song wurde genommen, in flüssiges Gold getaucht und erstrahlt nun in eben diesem Glanz. Hört HIER rein. Geschuldet ist dies wohl der technischen Ausstattung der Aufnahme. Immerhin liegen 20 Jahre zwischen den Aufnahmen und auch das Studio Equipment hat sich dementsprechend weiterentwickelt. 

Technisch vergoldet, aber nicht aalglatt

Trotzdem sind es nicht die, lasst sie mich sie _technisch vergoldeten Tracks_ nennen, die das Live Album ausmachen. Man spürt die Erfahrung der Musiker in jeder Note. Imponiert mir From Dust To The Beyond alleine schon wegen der leider sehr aktuellen Kriegsthematik, so sind es doch auch Tracks wie Ascend To Oblivion und Remembrance, die musikalisch an Tiefe und auch Härte gewinnen. 

Bereits in der Hälfte der Tracks kann man zu recht sagen, dass die Band die beste Version ihrer selbst feiert. Das fesselnde Live Feeling wird so exakt transportiert, dass man das Gefühl hat, in einer Zeitkapsel zu stecken, die einen zwanzig Jahre zurückbringt an Orte, an denen man so gerne war. Dies, ganz klar, in kristallklarer HD Qualität vor dem inneren Auge. 

Wenn man das ursprüngliche Debüt mit dem vorliegenden Album direkt vergleicht, merkt man, dass die Songs noch dieselben sind, sie jedoch sehr viel intensiver, wuchtiger, voller und noch berührender ihren Weg aus den Boxen finden.

Die Meister ihres Genre übertreffen sich selbt

Ich meine, hört euch zum Beispiel Route 666 in beiden Versionen an und auch ihr werdet God is an Astronaut als die Meister des instrumentalen Post Rock benennen und sie als Referenz ihres Genre an erster Stelle nennen. 

Ein Track nach dem anderen, übrigens in geänderter Reihenfolge zum ursprünglichen Debüt dringt intensiv, machtvoll und so bezaubernd ins Ohr, dass es schwer wird, ein vergleichbares Album auszumachen. 


Fazit
Unglaublich, was 20 Jahre Erfahrung und Bühnenpräsenz mit einer Band anstellen! Diesleben Songs neu erfunden und umwerfend massiv und voll. Absolute Kaufempfehlung dieses Live-Goldstückes. 

Line Up
Torsten Kinsella – Gesang, Gitarre, Keyboard
Niels Kinsella – Bass, Gitarre, Visuals
Lloyd Hanney – Schlagzeug
Jamie Dean – Keyboard, Synthesizer
Gazz Carr – Gitarre

Tracklist
01. The End Of The Beginning 
02. From Dust To The Beyond 
03. Ascend To Oblivion 
04. Coda 
05. Remembrance 
06. Point Pleasant 
07. Fall from the Stars 
08. Twilight 
09. Coma 
10. Route 666
11. Lost Symphony 

Links
Facebook GIAA
Linktree GIAA

 


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Amorphis – Halo
Album Review – Oh Hiroshima – Myriad
Album Review – Six Days Of Calm – The Ocean´s Lullaby

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 2 Average: 5]