Geezer – Stoned Blues Machine – Album Review

Geezer – Stoned Blues Machine
Herkunft:
Kingston, NY / USA
Release:
20.05.2022
Label: Heavy Psych Sounds
Dauer:
42:58
Genre:
Stoner Rock


Fast zehn Jahre sind Geezer nun schon unterwegs und bieten uns zwei Jahre nach dem klasse Album Groovy mit Stoned Blues Machine ein neues Werk an. Voller Vorfreude habe ich zugegriffen und musste feststellen, dass sich doch einiges im Hause Geezer geändert hat.

Baute der Vorgänger alle Kompositionen rifforientiert auf, so hat die Band 2022 der Blues gepackt. Alles hört sich aktuell viel gesetzter und erdiger an. Die bekifften psychedelische Elemente sind auf Stoned Blues Machine spartanisch gesät. Die Produktion stellt die Stimme von Pat Harrington nicht mehr so klar im Vordergrund, sondern fügt sich in den Soundwall ein. Der direkte Vergleich mit dem Vorgängeralbum fällt schwer, denn nur noch das griffige Broken Glass hat den Groove und die mitreißende Kürze, den das 2020er Album ausmachte.

Einfach, erdig und direkt

Das Album startet mit Atomic Moronic. Simpel und langsam schraubt sich der Song vorwärts, ehe nach anderthalb Minuten ein Break erfolgt und die Perkussionelemente etwas mehr Schwung in die Mucke bringen. Logan’s Run schlägt anfangs in die selbe Kerbe und lädt im Midtempo zum Kopf- und Fußwippen ein. Der einfach gestrickte Song wird im Mittelteil durch einen doomigen Part mit Soloeinlagen ergänzt. Als Warm-Up für das weitere Review gibt es ihn HIER zum Anhören.

Endlich gibt es auch beim folgenden A Cold Black Heart gegen Ende ein paar spacige Momente. Die Gitarre improvisiert kurz und wunderbar, bevor sie wieder in den einfachen Rhythmus zurückkehrt. Stoned Blues Machine fällt dann etwas aus dem Rahmen, weil die Singstimme mit einer dunklen, kehligen Stimme gedoppelt ist. Doch auch hier weicht die Band nicht von ihrem schweren Blues Konzept ab. Da ist das oben bereits erwähnte Broken Glass wie Salbe auf meine aufgeraute Seele. Endlich grooven Geezer wieder wie die Hölle und weil ich so begeistert bin, gibt es HIER den Song zum Hören.

Im Diamantenregen

Verspricht Eleven anfangs keine Besonderheiten, so biegt der Song ab dem Mittelteil vom Standard ab und bekommt Fahrt. Die Band improvisiert und ich beginne langsam an Feuer zu fangen. Eine böllernde Basslinie gibt den Weg zu Saviours frei. Der Song bietet zerbrechliche Teile genauso wie harte Riffs und mitreißende Solos.

Dann kommt mit dem siebenminütigen The Diamond Rain Of Saturn meine Versöhnung mit dem neuen Album. Groovende rollende Riffs, harter Rhythmus, doomige und auch spacige Abschnitte. In diesem letzten Song werfen Geezer alles rein, was den Vorgänger und Stoned Blues Machine ausmacht. Der finale Song ist neben Broken Glass der absolute Überflieger auf dem Album.


Fazit
Der erste Teil von Stoned Blues Machine ist im Vergleich zum Vorgängeralbum simpler und bluesgetränkter ausgefallen. Erst im zweiten Abschnitt startet mit Broken Glass die Groovemaschine und Geezer überraschen doch noch! Harte und simple 7 / 10

Line Up
Pat Harrington – Gitarre, Gesang
Richie Touseull – Bass
Steve Markota – Schlagzeug, Percussion

Tracklist
01. Atomic Moronic
02. Logan’s Run
03. A Cold Black Heart
04. Stoned Blues Machine
05. Broken Glass
06. Eleven
07. Saviours
08. The Diamond Rain Of Saturn

Links
Instagram Geezer
Facebook Geezer
Bandcamp Geezer


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