EMBR – EMBR – Album Review

EMBR – EMBR
Herkunft: USA
Release: 10.12.2023
Label: Black Doomba Records
Dauer: 47:03
Genre: Doom


Die aus Birmingham, Alabama stammende Doom-Band EMBR, die es seit 2015 gibt und die schon durch fünf EPs, ein Full-Length-Album und intensive Live-Shows für ordentlich Aufmerksamkeit gesorgt hat, veröffentlicht diesen Monat ihr zweites Album, das ebenfalls auf den Namen EMBR hört.

Nach einem News-Intro donnert Black fett aus den Boxen, mit satten Riffs und schweren Drums, und im Kontrast dazu der hellen und klaren Stimme von Sängerin Crystal Bigelow, der es aber nicht an Power und Durchsetzungskraft mangelt. Abwechslung kommt zudem noch durch aggressive Growls hinzu. Der Song steigert sich ab der Hälfte zu einem absoluten Höhepunkt mit packenden Gitarrenmelodien, ergreifenden Vocals und fies keifenden Growls, sehr geil!

Ein Ausnahmetalent am Gesang

Das mit knapp über drei Minuten eher kurze Leave Us erfüllt eher die Aufgabe eines atmosphärischen Interludes, bevor Owed sich mit seinem schweren Riffing unaufhaltsam ins Hirn sägt. Getragen wird dieses Stück vor allem wieder von der Ausnahme-Gesangsleistung der Frontfrau, die voller Inbrunst und Intensität der harten Riff-Brandung entgegensingt!

The Conflict kommt sehr variabel daher, etwas sperrige Rhythmik wechselt sich ab mit abgespaceten Parts, orientalisch angehauchten Soli und dem Battle zwischen Engelsstimme und Dämonengeschrei, eine interessante Mischung, die aber ein paar Durchläufe braucht, um zu zünden.
Das darauffolgende Yellow überrascht mit einem Wechsel zwischen Uptempo und zähflüssigen Doom Parts, wohingegen Everybody eher ein belangloses und fast schon überflüssiges Interlude ist.

Hochkarätiger Edel-Doom

Mit Nomega punkten Embr dann aber wieder, die Gitarreneffekte sind schön abwechslungsreich und der Song bietet ein Wechselbad der Gefühle zwischen Aggression, Melancholie, Fragilität und Anmut. End Cycle schlägt in eine ähnliche Kerbe, das kurze Zwischenspiel 325 wirkt wie ein rituelles Doom-Gebet, das den Weg ebnet zum Finale.

Corrupt ist dann auch der Übersong des Albums: so viel Emotionalität und Ausdruckskraft in Crystals klaren Vocals über einem laid back gespielten Intropart müssen einfach jedem unter die Haut und bis ins Mark gehen. Wenn dann die fetten Riffs einsetzen, ist es um den Hörer geschehen und Embr ziehen einen total in ihren Bann. Im Mittelteil gibt es noch einmal eine traumhaft elegische Episode, in der die Vocals glänzen. Einfach ein krönender Abschluss eines gelungenen Albums!


Fazit
EMBR bieten auf ihrem gleichnamigen zweiten Album wirklich hochkarätigen Doom, der vor allem von dem Talent und der Ausdruckskraft seiner Frontfrau, den satten Riffs und einer spannenden Variabilität profitiert. Eine Platte, die man am Stück genießen sollte, um sich richtig in der Musik verlieren zu können. 8 / 10

Line Up
Crystal Bigelow – Gesang
Eric Bigelow – Schlagzeug
Mark Buchanan – Gitarre
Justin Regelin – Bass

Tracklist
01. Black
02. Leave Us
03. Owed
04. The Conlict
05 .Yellow
06. Everybody
07. Nomega
08. End Cycle
0
9. 325
10. Corrupt

Links
Webseite EMBR
Facebook EMBR



Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Weeping Silence – Isles of Lore
Live Album Review – Uncle Acid & The Deadbeats – Slaughter On First Avenue
Album Review – Oceans of Slumber – Starlight and Ash

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 6 Average: 4.3]