Dexter Ward – III – Griechische Heldengesänge – Album Review

Dexter Ward – III
Herkunft:
Griechenland / Italien
Release:
13.03.2020
Label: No Remorse Records

Dauer:
45:58
Genre:
Epic Metal / Heavy Metal


Der Name Dexter Ward  der griechisch italienischen Metal Cooperation leitet sich von dem 1941 veröffentlichten Roman The Case of Charles Dexter Ward ab und gehört zu einem der ersten Werke von H.P. Lovecraft. Im Original 1927 als The Madness Out of Time geschrieben, wurde er erst nach seinem Tod publiziert. Die Band wurde 2009 von Manolis Karazeris und Marco Concoreggi (aka Mark Dexter) gegründet und nach dem 2011 auf Iron on Iron veröffentlichten Debütalbum Neon Lights steht mit dem schlicht III betitelten Album der zweite Release für das griechischen No Remorse Label an.

Mit Return Of The Blades steigt das südeuropäische Quintett mit einem schnellen, galoppierenden Power Metal Song in das Album ein, der seine Vorbilder bei amerikanischen Genrevertretern wie Jag Panzer mit Manowarischer Epic Komponente Tribut zollt. Soldiers Of Light knüpft da nahtlos an, der flotte Banger zeigt aber gerade im Refrain die etwas begrenzten Fähigkeiten von Sänger Mark Dexter, der mich  in den melodischeren Gesangslinien nicht überzeugen kann. Der programmatische Titel In The Days Of Epic Metal beginnt sehr maidenlastig und ist, naja, episch angelegt. Das Tempo ist entsprechend getragen, der Song nimmt an Dramatik zu und entlädt sich in einem breit angelegten Refrain.
Auch The Eyes Of Merlin weckt in mir deutliche Assoziationen zu den Eisernen Jungfrauen, da Mr. Dexter hier mitunter Blaze Bayley in der Phrasierung sehr ähnelt. Die Nummer ist aber auch insgesamt sehr abwechslungsreich und spannend arrangiert, die Gitarrenarbeit richtig gut.

Conan The Babarian gehört wieder zu den Power Metal Standard Kloppern, nett, aber es bleibt auch nix hängen, was besondere Erwähnung verdient hätte. Mehr Epic bietet wieder The Dragon Of The Mist, der eingängige Refrain kann durchaus überzeugen. Reign Of The White Knight  zieht das Tempo wieder Richtung Power Metal mit den vorher erwähnten Schwierigkeiten, dass der Song einfach sehr austauschbar wirkt.
Mit Demonslayer haben sich Dexter Ward den Höhepunkt der Scheibe bis zum Schluss aufgespart. Epischer Power Metal mit dramatischem Songaufbau, bei dem der kräftige Gesang auch mal Akzente setzt und der Einbau von Auszügen des sakralen Kirchenlieds Gloria in Excelsis den Track abrundet.


Fazit:Licht und Schatten bestimmen den dritten Longplayer von Dexter Ward. Einerseits haben die Südeuropäer hymnische Melodien im Gepäck, die mich in den besseren Momenten an amerikanische Größen wie Jag Panzer erinnern, in schwächeren Momenten aber an Bands aus dritter Reihe, wie zum Beispiel Ritual Steel oder Steel Shock. Zu viele Songs sind austauschbar und bleiben nicht nachhaltig im Gedächtnis. Das ergibt für mich wenig heroische, aber solide 6/10.


Line Up:
Mark Dexter – Gesang
Manolis Karazeris – Gitarren
Akis Pastras – Gitarren
John Tsimas – Bass
Darakis – Drums

Tracklist:
Return Of The Blades 
Soldiers Of Light 
In The Days Of Epic Metal
The Eyes Of Merlin 
Conan The Barbarian 
The Dragon Of The Mist
Reign Of The White Knight
The Demonslayer

Links:
Facebook Dexter Ward
Bandcamp Dexter Ward

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