Burden Of Life – The Makeshift Conqueror – Den Gehörgang erobernd – Album Review

Burden of Life – The Makeshift Conqueror
Herkunft:
Regensburg / Deutschland
Release:
13.03.2020
Label: Noizgate Records
Dauer: 58:13 
Genre:
Metal / Progressive Metal


Vier Jahre nach In Cycles befinden sich die Regensburger auf ihrem neuen Longplayer The Makeshift Conqueror in geradezu progressiv-metallischer Spiellaune. Das Album startet mit verträumten Akustikgitarren, welches im sehr schön gestalteten Digipak mit tollem Artwork daherkommt. Im Folgenden wird der Hörer mit Abwechslungsreichtum an allen Ecken und Enden verwöhnt.

Auf metallische Passagen folgen akustische, komplex arrangiert sind die Songs, mit tollem Gesang, vollen und saftigen, aber nie rotzigen Gitarren. Mit dem als Single ausgekoppelten Trust My Own Heart steigt man zunächst in eine gefühlvolle Pianoballade, veredelt mit schönen, weiblichen Gastvocals, die sich im zweiten Teil in einer Powerballade mit Bandbegleitung steigert. Wirklich toll gemacht. In Sealing Our Fate, steigt man in Metal Sound und Rhythmik mit gutturalem Gesang ein, um sich im weiteren Verlauf mit cleanem Gesang und komplexen Melodien abzuwechseln.

Geistesblitz, das ebenfalls als Single ausgekoppelt wurde, ist ähnlich konzipiert und weiß absolut zu überzeugen. Als Anspieltipps möchte ich zum einen die titelgebende Suite The Makeshift Conqueror, bestehend aus dem bereits erwähnten Opener Part 1 sowie dem abschließenden Longtrack Part 2, geben. Dieser beginnt mit Marsch-Schlagzeug und jubelierenden Gitarren, um sich dann in ein schönen abwechslungsreichen Metal-Song zu steigern, passend zum Gesamtkontext melodisch ansprechend und komplex.

Zum anderen das toll gemachte, als Longtrack konzipierte Regression Goddess Returns, hier gefallen mir die Melodien und Gitarrensoli von allen Tracks auf dem Album noch am besten.

Die Zutaten vom Vorgänger In Cycles findet man auch in The Makeshift Conqueror wieder, dieser war insgesamt symphonischer und dichter, hier ist mehr Abwechslung im Spiel. Wer sich hier an Opeth erinnert fühlt, befindet sich auf dem richtigen Weg. Jene sind zwar noch ein wenig verspielter und komplexer im Sound, aber Fans von diesen dürfen sich auch hier wohl fühlen, Burden of Life sind symphonischer und dichter im Sound.


Fazit:
Mich als Fan progressiver Musik spricht der hervorragende Gesang, die abwechslungsreichen Melodien, der Sound an, sowie das Wechselspiel zwischen metallisch-konzisen und verspielten, luftig arrangierten und sowohl melodisch als auch rhythmisch  interessanten Passagen, die Unterschiede zu den Vorgängern sind schon gut auszumachen und passen hervorragend zur Band.

Zudem spricht mich der Gesang sehr an, sowohl der metallisch-kratzig, tiefe Gesang, teilweise mit dem Hang zu Growlen, als auch die cleane, gut gesungene Variante davon.  Eine wirklich interessante und anregende Mischung, die Burden of Life mit dieser ansprechenden Melange geschaffen hat. Meine Empfehlung. Für mich machen das 8.5 / 10 Punkte.


Line Up
Christian Kötterl – Gesang, Gitarren
Michael Schafberger – Gitarren
Karl-Arnold Bodarwé – Bass, Gesang
Matthias Babl – Schlagzeug, Perkussion

Tracklist
The Makeshift Conqueror Pr. I
Geistesblitz
Goddess Of The River
Anthem Of The Unbeloved
Sealing Our Fate
Pisces
Regression (Goddess’ Return)
Trust My Own Heart
The Makeshift Conqueror Pt. II

Links:
Facebook Burden of Life

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