Böndbreakr – Böndbreakr – EP Review

Böndbreakr – Böndbreakr
Herkunft:
USA
Release:
20.10.2020
Label:
Eigenproduktion
Dauer:
19:00
Genre:
Hardcore Punk / Metal


Böndbreakr-BandBöndbreakr sind eine junge Band aus Austin, Texas, deren Mitglieder bereits seit Jahrzehnten in der lokalen Szene unterwegs sind. Vor nur einem Jahr gegründet, bringen die US-Amerikaner daher schon ihre erste, selbstbetitelte EP heraus.

Inhaltlich geht es, nach eigener Aussage, um“Unordnung, Zwietracht und das allgemeine Chaos des Lebens in Amerika 2020.”

Sehnsucht nach Live-Musik

Der Sound der EP ist genau so roh und druckvoll, wie man es von Musik erwarten kann, die an nur einem Wochenende live aufgenommen wurde. Musikalisch erinnert die Band mit ihrem leicht chaotischen Mix aus Hardcore, Punk und Metal an Suicidal Tendencies und D.R.I. Die Gitarrenriffs sind simpel, aber einprägsam und Sänger Hurricane G. wechselt zwischen Klargesang, gesprochenen Passagen und vereinzelten Screams.

Dadurch bietet die EP keine großen Überraschungen, aber dafür liefert sie gute Laune und Sehnsucht nach Live-Musik. Songs wie Kill Your Gods sind einfach dazu da, um bei energiegeladenen Gigs mitgegrölt zu werden. Davon kannst du dich HIER überzeugen.

Genretypisch sind alle Lieder sehr kurz geraten, kein einziger knackt die Drei-Minuten-Marke. Dafür ist der Bonus Track The Whole Fekkin Thing praktisch alle Songs auf einmal in nur einem Track zusammengeschnitten. Wieso bleibt unklar, damit sind nämlich alle Lieder doppelt auf der Scheibe vorhanden.


Fazit
Böndbreakr lassen den rauen, energiegeladenen Crossover-Sound der 1980er und 1990er wieder aufleben. Zur aktuellen New Wave of Thrash Metal-Bewegung kann man die Band aber nicht zählen, denn sie konzentriert sich dabei viel stärker auf die Punk- und Hardcore-Anteile in der Musik. Das ist nicht neu, aber gut gemacht und passend für fast jede Stimmung. Der Sound ballert ausdrucksstark, aber manchmal etwas schwammig aus den Boxen. Der “Trick”, als “Bonus Track” jedes Lied doppelt auf die EP zu geben und damit die Laufzeit zu erhöhen, wirkt leider etwas billig. Trotzdem gibt es 7 / 10, denn die Band beherrscht ihr Handwerk einfach und Genre-Fans können bedenkenlos zugreifen.

Line Up
Hurricane G. – Gesang, Cowbell
Red Death – Gitarre, Hintergrundgesang
The Shaman – Bass, Hintergrundgesang
Uncle Patrick – Schlagzeug, Hintergrundgesang

Tracklist
01. Into The Night
02. Cop Rock (feat. Jake Roussel)
03. Angry Tooth
04. Shaman
05. Kill Your Gods
06. The Whole Fekkin Thing (Bonus Track)

Links
Facebook Böndbreakr
Webseite Böndbreakr


Außerdem auf Soundmagnet.eu
EP Review – Tulkas – The Beginning Of The End
Album Review Silius – Worship To Extinction
Video Interview – Nachgefragt bei MaelstroM

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 6 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon