BLITZPØP – MDMA – EP Review

BLITZPØP – MDMA
Herkunft:
Österreich / Island
Release:
30.09.2022
Label:
Eigenproduktion
Dauer:
24:22
Genre:
Alternative Rock / Garage Rock


Blitzpop-BandHinter BLITZPØP verbergen sich bekannte Namen der österreichischen und internationalen Rock-Szene. Neben Yves Krismer, Frontmann von Mother’s Cake, sind nämlich auch Pia Unterlechner von Giant Anteater sowie Bassist Alexander Örn Númason von The Vintage Caravan mit am Start.

Die Bandgründung war laut Yves Krismer sehr spontan. Die Songs wurden von Pia und ihm geschrieben, aber weil noch Mitstreiter fehlten, wurde eben ein wenig herum telefoniert – und BLITZPØP waren innerhalb weniger Minuten geboren. Die Combo versucht vor allem, nicht zu verkopft an die Sache heran zu gehen und einfach aus dem Bauch heraus Musik zu machen – wichtig war ihnen nur, dass die Songs auf der Debüt-EP MDMA reinhauen, alles andere war Nebensache.

Straight und effektiv

Die Songs auf der EP bewegen sich irgendwo zwischen Grunge, Alternative Rock, Fuzz-Sound und einer Prise Soul. Das Songwriting kommt ohne Schnörkel und Spielereien aus, oder anders ausgedrückt: Wir haben es hier mit sechs straighten Rock-Songs zu tun, die auf simple, aber effektive Art zum Punkt kommen.

Das ist in Zeiten, wo auch der gute alte Rock’n’Roll immer stärker von poppigen Plattitüden dominiert wird, beispielsweise dem Anschmachten der Herzallerliebsten in Form ausladender und schon zigmal fast deckungsgleich verfassten Refrains, eine echte Wohltat für die Ohren. Zumindest wenn man zu jener Gruppe von Metallern oder Rockern gehört, die bei Grunge-Anleihen nicht automatisch mit Ablehnung reagieren.

Groovig, dreckig, atmosphärisch

Der Titeltrack MDMA ist ein gutes Beispiel für groovigen und dreckigen Indie Rock. Die einprägsame und leicht rauchige Stimme von Sängerin Pia Unterlechner gibt BLITZPØP bei diesem als auch allen anderen Liedern auf der EP ein starkes Wiedererkennungsmerkmal, wie du HIER hören kannst.

The Sickness Is Coming ist hingegen ein tanzbarer Hybrid aus Funk und Fuzz, während Martyr ein wenig das Tempo drosselt und lässig aus den Boxen groovt. In Spirit Of Times zeigt die Band dann HIER ihre nachdenklichere und melodischere Seite, allerdings ohne dabei auf simple, aber prägnante Gitarrenriffs verzichten zu wollen.

Cybergods ist hingegen eine der heftigeren Nummern der EP, wobei die krachenden Gitarrenlinien immer wieder von souligen Passagen unterbrochen werden. Im finalen All The Pain Is Real wird es wieder etwas atmosphärischer, wobei vor allem Sängerin Pia Unterlechner und Gitarrist Yves Krismer ihr Gespür für Spannungsbögen sowie das Zusammenspiel von lauten und sanften Tönen unter Beweis stellen. Man könnte auch sagen: Auf der EP wird jedem Fan von dreckigem Rock etwas geboten.


Fazit
BLITZPØP legen mit MDMA eine starke Debüt-EP vor, die Lust auf mehr macht. Ihr Mix aus Grunge und Alternative Rock mit Funk- und Soul-Anleihen wird auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig und passt wegen des straighten Songwritings zu fast jeder Stimmungslage. 8 / 10

Line Up
Pia Unterlechner – Gesang
Yves Krismer – Gitarre
Alexander Örn Númason – Bass
Kajetan Abber – Schlagzeug

Tracklist
01. MDMA
02. The Sickness Is Coming
03. Martyr
04. Spirit Of Times
05. Cybergods
06. All The Pain Is Real

Links
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Instagram BLITZPØP


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