Black Lilium – Dead Man´s Diary – ein bemerkenswertes Debüt – Album Review

Black Lilium – Dead Man´s Diary
Herkunft:
Eutin / Deutschland
Release:
31.01.20
Label:
recordJet, Edel Distribution
Dauer:
47:00
Genre:
Alternative Metal


Foto Credit: Andy Gruenitz

Als wir Soundmagnet, das anziehende Metalmagazin gründeten, haben wir unsere Aufgaben und Ziele festgesetzt. Eine der wichtigsten Aufgaben, die wir uns zuschreiben ist es, junge Bands im Sinne der Förderung von Kunst und Kultur zu unterstützen. Die letzten Wochen trudelten zahlreiche Debütalben in unsere Posteingänge mit der Bitte um Review, mit der Bitte um Promotion und Besprechung. Aus dieser Flut pickte ich mir Black Lilium raus, das mir von Metal Message vorgestellt wurde. Das Cover Artwork von Chris Valentine alleine bekam schon meine volle Aufmerksamkeit, ist es doch eines jener, die zum reinen Coverkauf animieren. 

Doch bei aller Begeisterung für das Cover: Dieses Debüt rockt! Den Beginn des elf Track Albums macht Beast In The Backseat. Der erste Song des Albums hat es schon mal in sich und gibt gut den Weg an, den das Album einschlagen wird. Musikalisch stark mit catchy Hook dröhnt der Opener aus meinen Lautsprechern. “…i am the voice inside your head, that makes you wish that you were dead…i follow you like a shadow” Schön morbide und dem Albumtitel gerecht werdend. Paragon Of Imperfection hingegen beginnt beinahe zart mit klingenden Keyboard/Orgelmelodie, bevor sich der Song nach rund eineinhalb Minuten voll entfaltet. Auch hier ist es die Hookline mitsamt passender Lyriks, die mich fesseln. Demon In Disguise, Start All Over und Never reihen sich qualitativ nahtlos ein und ich erwische mich dabei, wie ich beim Hören beginne zu tanzen. Man kann ja gar nicht anders! Walls Around My Soul erweitert das Spektrum melodiös in gutem Midtempo mit starken Drums, wie ich sie mag, ohne jedoch den klingenden Gesang zu unterdrücken.

Mit Everything I am wechselt man zu Beginn in gemütlich langsamere Gefilde, ohne jedoch an Drive zu verlieren. Auch hier wieder eindringlicher Gesang, grandiose Melodien und akzentuiertes Riffing on point. Dies ist definitiv mein Anspieltipp für euch. Der Song zeigt schon sehr viel von dem, was die Band drauf hat. Eingehende Melodien, handwerklich sehr gut umgesetzt, Statement Lyriks bei catchy Hookline. Trappatoni würde sagen: Flasche leer, haben fertig.

Ich bin schon glücklich über den bisherigen Output, höre umso freudiger The Ones You Made Us an, das ebenso wie My Purpose keine großen Downs im Album darstellt. Endlich geht es mit dem vorletzten Song Dead Man´s Diary zum Titeltrack des Albums. …you dont bring me down… Auch bei diesem Song sind es wieder die Lyriks, die greifen. Ghosts Without A Voice machen ihrem Titel alle Ehre und krachen zum Abschluss des Albums nochmal so richtig.


Mein Fazit:
Ich ziehe nicht allzu gerne direkte Parallelen bei Debüt Alben zu bekannten Bands, doch dieses hier vereint sehr viele Einflüsse musikalischer Größen. Ich höre da ein wenig Muse, dort ein Intro wie es von Rammstein sein könnte, hie und da Hooks wie sie Misery Loves Co im Industrial Metal liebend gerne einsetzen. Den fünf Holsteinern um Black Lilium ist mit Dead Man´s Diary ein absolut eingängiges Debüt gelungen, das sich dank durchdachter Lyriks und tadelloser Technik von etlichen Debüts gerade im Genre des Alternative Metal abgrenzt und abhebt. Dieser musikalische Output an Musik zeugt von ganz viel jahrelanger Liebe zur Musik und dem gemeinsamen Streben diese in ein hochwertiges Album zu verpacken. Von mir verliebte 8,5/10 und die Bitte, schnellstmöglich auf Vinyl zu veröffentlichen. 

Line Up
Felix Hochkeppel – Gesang, Keyboards
Marcel Wroblewski – Gitarre
Maurice Scholz – Gitarre
Lasse Lammert – Bass
Jan Knoop – Drums

Tracklist
01 Beast In The Backseat 
02 Paragon Of Imperfection 
03 Demon In Disguise 
04 Start All Over 
05 Never 
06 Walls Around My Soul 
07 Everything I Am 
08 The Ones You Made Us
09 My Purpose
10 Dead Man’s Diary
11 Ghosts Without A Voice

Links:
Webseite Black Lilium 
Facebook Black Lilium
Instagram Black Lilium

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