BastiBasti – Spiral Tapes I – EP Review

BastiBasti – Spiral Tapes I
Herkunft:
Deutschland
Release: 28.09.2023
Label: Easthaven Records
Dauer:
16:47
Genre:
Metalcore / Rap / Electro / Pop


Foto Credit: Oliver Freuwörth

Wenn man als Künstler schon einige Jahre im Musik-Business unterwegs ist, entsteht häufig nach einiger Zeit das Bedürfnis, sich auch mal an anderen Genres zu versuchen. Nicht wenige wählen dafür dann den Weg eines Soloprojektes.

So auch Bastian Sobtzick alias BastiBasti, der als Sänger der Metalcore Band Callejon bereits berühmt wurde. Doch wer bei der Debüt EP Spiral Tapes I seines Soloprojekts BastiBasti Metalcore erwartet, dürfte schnell überrascht sein, denn den Hörer erwartet ein kreativer Mix. 

Denn schon nach wenigen Sekunden des Opening Tracks Wir sind das Ende, den ihr euch HIER anhören könnt, wird schnell klar, dass hier zwar auch Rap-Elemente wie im Metalcore vorkommen, diese jedoch auf andere Weise musikalisch verarbeitet und herübergebracht werden. Musikalisch von modernen Beats untermalt, singt BastiBasti intensiv vom Ende der Welt. Das Ganze verkörpert dabei einen Vibe, der irgendwo zwischen Cloudrap und Oomph liegt.

Auch Bodyhorror bleibt ähnlich emotional. Hier zeigt sich vor allem Sobtzicks Talent als Producer. Der musikalische Hintergrund ist nämlich nicht so eintönig wie sonst oft im modernen Rap, sondern ziemlich kreativ und abwechslungsreich. Textlich bleibt sich die EP dabei durchgehend treu, denn auch hier schwingt ein trauriger Vibe mit, der letztlich in Kaputter seinen Höhepunkt findet.

BastiBasti liefert das komplette Paket

Gegen Ende des Albums fließen dann mehr Elemente aus dem Metalcore in die Songs. Auf Rosa Benzin wechseln sich Screams und Rap-Parts ab, was den Song vom Rest abheben lässt. Dieses Wechselspiel steigert sich dann im letzten Song Videokill, der stimmungstechnisch ein ziemliches Auf und Ab bietet und aus der EP heraussticht und den großen Höhepunkt bildet.

Sobtzick, der mit Callejon schon sieben Alben in den Top 10 der Charts platzieren konnte, hat aber für BastiBasti nicht nur das Musikalische beigesteuert, sondern zusätzlich auch noch das Artwork und die Videoclips produziert. Und daran hat er nicht gespart: Zu ganzen vier der fünf Songs hat uns Basti eine visuelle Version spendiert. Hier kann man den Begriff Soloprojekt also wirklich wortwörtlich nehmen: Dieser Mann macht alles in Alleinarbeit!


Fazit
BastiBasti lebt auf Spiral Tapes I seine ganze künstlerische Ader aus und zeigt dem Hörer sein großes musikalisches und kreatives Talent. Dabei runden vor allem die letzten beiden Songs durch einen guten Mix von Core und Rap eine insgesamt sehr vielfältige und kurzweilige EP ab. 8 / 10

Line Up

Tracklist
01. Wir sind das Ende
02. Bodyhorror
03. Kaputter
04. Rosa Benzin
05.Video Kill

Links
Instagram BastiBasti
Facebook BastiBasti
Webseite BastiBasti


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