Aborted – ManiaCult – Album Review

Aborted – ManiaCult
Herkunft:
Belgien
Release:
10.09.2021
Label: Century Media Records 
Dauer:
40:54
Genre:
Death Metal


Die belgische Death Metal Institution Aborted bringt 26 Jahre nach ihrer Gründung ihr bereits elftes Album in die Läden, das auf den klingenden Namen ManiaCult hört. Wer die Band kennt, dürfte ziemlich genau wissen, was einen hier erwartet. Aborted versprechen auf jeden Fall erneut feinsten technisch angehauchten Death Metal, angereichert mit einer Prise Gore.

Das dreiminütige Intro Verderf beginnt mit einem leisten Rauschen, das die Lautstärke gemächlich steigert, ehe die gesamte Band mit einem Midtempo Riff einsteigt. Auch ein erster Vorgeschmack auf die Growls wird hier geboten und so schaukelt der Titel sich immer weiter auf.

Der belgische Panzer rollt wieder

Der Titeltrack ManiaCult, der HIER vorab veröffentlicht wurde, lässt dann aber direkt die Hölle los. Erbarmungslos werden die Gitarren gewürgt und auf das Schlagzeug eingedroschen als gäbe es kein Morgen. Zwischendurch gibt es einen längeren groovigen Part, in dem auch Platz für ein diabolisches Gitarrensolo ist.

Impetus Odi, das man HIER anhören kann, macht genauso weiter und schafft es fast ohne Zutun des Hörers, das Wohnzimmer in seine Einzelteile zu zerlegen. Auch Portal to Vacuity macht keine Gefangenen, unterbricht das brachiale Gedresche allerdings kurz um einen zwar weiterhin brachialen, aber auf eine sehr verquere Form melodischen Part einzubauen.

Dementophobia dagegen klingt stellenweise etwas rockiger und hymnenartiger als das bisherige Album, lässt aber dennoch zu keiner Zeit Zweifel daran, dass hier Aborted am Werk sind.

Keine Gefangenen

A Vulgar Quagmire täuscht mit ein paar kleineren Synthflächen zu Beginn eine kurze Verschnaufpause an, ehe nach wenigen Sekunden der nächste Sturm lostobt. Dafür gibts bei Verbolgen eine anderthalbminütige Nackenentspannung die mit ein paar atmosphärischen Pianoklängen untermalt wird. Ceremonial Ineptitude akklimatisiert den Hörer erst wieder mit einem etwas gemächlicheren Midtempoteil, ehe auch hier alles weiterläuft wie gewohnt.

Drag me to Hell braucht zwar etwas über anderthalb Minuten, um wirklich in die Gänge zu kommen, ballert dann jedoch ebenfalls ordentlich rein. Auch Grotesque geht den Weg weiter, der wenn man ehrlich ist, bereits vor über einem Vierteljahrhundert eingeschlagen worden ist. I Prediletti: The Folly of the Gods markiert den Abschluss des Albums und leistet sich, genauso wie sämtliche Titel davor, keinen großartigen Kritikpunkt.


Fazit
Es fällt schwer zu sagen, ob Aborted mit ManiaCult ihr bisher brutalstes Album geschaffen haben, da dies die Vorgänger wohl automatisch abwerten würde. Allerdings kann man mit Gewissheit behaupten, dass da wo Aborted draufsteht, auch wirklich Aborted drin ist. 41 Minuten feinstes Nackentraining die nicht unbedingt revolutionäres aber auf jeden Fall altbewährtes mit sich bringen. Für Fans ein Muss. Dafür gibts hier 8,5 / 10


Line Up
Sven de Caluwé – Gesang
Ian Jekelis – Gitarre
Stefano Franceschini – Bass
Ken Bedene – Schlagzeug

Tracklist
01. Verderf
02. ManiaCult
03. Impetus Odi
04. Portal to Vacuity
05. Dementophobia
06. A Vulgar Quagmire
07. Verbolgen
08. Cerfemonial Ineptitude
09. Drag me to Hell
10. Grotesque
11. I Prediletti: The Folly of the Gods

Links
Webseite Aborted
Facebook Aborted


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