Trivium – What The Dead Men Say – Album Review

Trivium – What The Dead Men Say
Herkunft:
USA
Release:
24.04.20
Label:
Roadrunner Records
Dauer:
46:32
Genre:
Metal


Foto Credit: Mike Dunn

Nicht einmal drei Jahre nach der Rückkehr zu alter Stärke in Form des phänomenalen Longplayers The Sin And The Sentence kommen Matt Heafy und Co. mit dem nächsten Album um die Ecke. The Sin And The Sentence war für mich das mit Abstand beste Album seit ihrem 2008er-Meilenstein Shogun und ich bin gespannt, was mich nun erwartet. Ist What The Dead Men Say gleichauf mit dem herausragenden Vorgänger oder bricht die Qualität ab?

Los gehts mit dem Intro IX, welches einen langsam darauf vorbereitet, was mit diesem Album auf euch zukommt. Der Titeltrack What The Dead Men Say, den ihr HIER hören könnt, schlägt direkt die Richtung dessen ein, was auf diesem Album zu erwarten ist: Groovige Riffs und erneut sehr melodisch. Was mir direkt auffällt, ist die Stimme von Mr. Heafy. Was sich da in den letzten 20 Jahren entwickelt hat ist wirklich ordentlich! Bei der Hälfte etwa wartet der Song sogar mit einem kleinen Breakdown.

Catastrophist beginnt sehr ruhig mit einer kurzen Solo-Gesangspassage, bevor es in einen Midtempo-Song übergeht. Der Chorus ist sehr eingängig, bevor der Song ab der dritten Minute etwas das Tempo anzieht und Matthew wieder einige Shouts von sich gibt. Amongst The Shadows trifft einen direkt wie ein Schlag ins Gesicht und das natürlich im positiven Sinne. Hier wird regelmäßig zwischen Shouts und Cleangesang gewechselt. Definitiv einer der härtesten Songs auf dem Longplayer. Bleed Into Me könnte schon fast als eine Power-Ballade durchgehen, hat es doch nur einige Background-Shouts und zieht das gedrosselte Tempo bis zum Ende durch.

Mit shoutgefüllten Versen baut sich The Defiant zu einem echt schönen Clean-Refrain auf, der direkt hängen bleibt. Auch hier hört man erneut die tolle Stimmentwicklung des Frontmannes klar. Das Solo hätte besser nicht passen können. Dieser Song könnte am Ende sogar mein Favorit auf dem Album werden. Als nächstes kommt ein weiterer Song, bei dem das Tempo etwas gedrosselt ist, was aber definitiv nichts schlechtes ist. Sickness Unto You wartet nach einem ordentlichen Solo im Midpart mit einem sehr geilen Break auf den Zuhörer, der etwas Abwechslung in den Song bringt.
Der nächste Track reißt mich ein wenig hin uns her und ich sehe ihn ambivalent: Scattering The Ashes. Zum einen können mich die Verse leider nicht wirklich abholen, zum anderen gefallen mir die Bridge und der Chorus wieder richtig gut. Irgendwas hat mir hier gefehlt, aber vermutlich muss der Song bei mir einfach noch ein paar mal durchlaufen bis er sitzt.

Zur härteren Sparte des Albums gehört definitiv auch Bending The Arc To Fear. Mir gefällt das schnelle Riff sehr, hat fast schon etwas düsteres. Nach einem sehr schönen Gitarrensolo folgt ein Break, der in einer etwas ruhigeren Cleangesang-Passage endet, begleitet von schnellen Riffs. Beinahe am Ende angekommen, wartet mit The Ones We Leave Behind noch ein richtig genialer, fast schon hymnisch wirkender Closer. Enden tut der Longplayer dann mit einem Gitarrensolo, das für mich den perfekten Abschluss darstellt.


Mein Fazit:
Das mittlerweile schon neunte Album der US-Amerikaner aus Orlando ist eines der besten in ihrer 20-jährigen Bandgeschichte. Erneut haben sie sich nach dem letzten Album weiterentwickelt, aber auch nicht zu viel experimentiert. Und darüber bin ich froh, denn alles passt genau so wie es sollte. Jeder Song hat Wiedererkennungswert und bleibt sofort im Ohr hängen. Ob What The Dead Men Say nun besser ist als der Vorgänger The Sin And The Sentence oder gar als Shogun, das kann jeder nur für sich selbst entscheiden.
Daher bekommt dieses Album von mir auch 9/10!

Line Up
Matt Heafy – Gitarre, Gesang
Corey Beaulieu – Gitarre, Gesang
Paolo Gregoletto – Bass, Gesang
Alex Bent, Drums

Tracklist
01. IX
02. What The Dead Men Say
03. Catastrophist
04. Amongst The Shadows And The Stones
05. Bleed Into Me
06. The Defiant
07. Sickness Unto You
08. Scattering The Ashes
09. Bending The Arc To Fear
10. The Ones We Leave Behind

Links:
Facebook Trivium
Kauflink What The Dead Men Say

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