Tokyo Blade – Night of the Blade … The Night Before – Album Review

Tokyo Blade – Night of the Blade … The Night Before
Herkunft:
Salisbury / UK
Release:
30.04.2021
Label: High Roller Records
Dauer:
40:12
Genre: New Wave Of British Heavy Metal


Aus heutigen Erinnerung war Anfang der 1980er fast jedes Metalalbum gefühlt ein Treffer. NWOBHM war ein Lebensgefühl wild, frisch und dynamisch. Heavy Metal war ein Ausweg aus den immer mehr ausufernden progressiven Rockalben und den zunehmend angestaubt klingenden Hartrockalben, die die 1970er beherrschten. New Wave of British Heavy Metal war nicht nur ein musikalischer Wandel – es war der Aufstieg einer Jugendkultur.

Von Killer zur Tokyo Blade

Doch zurück zum Werdegang von Tokyo Blade. 1980 unter dem Namen Killer gegründet, dann später in Genghis Khan umbenannt, bekam die Band 1983 vom frisch aufgenommenen Andy Wrighton den Namen Tokyo Blade. Nach einigen EPs und dem gleichnamigen Debütalbum von 1983 spielten Tokyo Blade nur ein Jahr später ihr zweites Album Night of the Blade ein.

Das Gitarrengespann Andy Boulton und John Wiggins hatten mit Alan Marsh am Gesang einen Großteil der Kompositionen erarbeitet und die Aufnahmen waren bereits abgeschlossen. Da passte der damaligen Plattenfirma der Frontmann nicht mehr ins Konzept. Nach kurzer Auseinandersetzung verließ Alan Marsh die Band und wurde durch Vic Wright ersetzt, der die Vocals neu einsang. Aber doch wohl nicht ganz, denn auf dem später veröffentlichten Album waren zumindest noch einige Teile der Lead- und die Backing Vocals von Alan Marsh enthalten.

Zurück zum Ursprünglichen

1997 war es dann erstmals soweit: die Aufnahmen mit Alan Marsh am Mikrofon wurden durch das deutsche Label High Vaultage veröffentlicht. Doch leider erfolgte das Release nur auf CD und was ist schon eine 1980er Jahre Metalband ohne passende Vinylveröffentlichung? Und so war abzusehen, dass endlich jemand die Initiative ergreift, um diese Aufnahmen auf Vinyl zu bannen. Jetzt ist es schlussendlich das Label High Roller Records, welches das Night of the Blade … The Night Before mit den Gesangsspuren von Alan Marsh wieder veröffentlicht.

Kein pures Re-release

Gegenüber der 1984er Ausgabe von Night of the Blade gab es jedoch Veränderungen hinsichtlich der Trackliste auf Night of the Blade … The Night Before. So überschneiden sich mit der erst genannten Version nur sechs Tracks.

Die dafür zusätzlichen Songs namens Attack Attack sowie Fever stammen von der B-Seite der 1985er 12″ Lightning Strikes (Straight Through The Heart). Beide Kompositionen machen ihren Titelnamen alle Ehre und bratzeln ordentlich daher. Bleiben noch Madame Guillotine und Breakout. Beide sind von schneller Natur und gehen musikalisch ordentlich ab. Sie sind der ebenfalls 1985 veröffentlichten 12″ Madame Guillotine entnommen.

Bleibt schlussendlich noch zu erwähnen, dass Patrick W. Engel die Aufnahmen für die Vinylveröffentlichung bearbeitet hat. Die Vinylauflage kommt in drei Farbvarianten, hat aber gesamt nur eine Auflage von 500 Stück. Für die Freunde der kleinen, silbernen Scheibe gibt es die zehn Tracks auch als CD-Ausgabe.


Fazit
Welcher Sänger, Marsh oder Wright, für das Album die bessere Wahl war, kann letztendlich jeder selber entscheiden. Für Fans von Tokyo Blade ist Night of the Blade … The Night Before sowieso ein Pflichtkauf. Für alle Interessierten, welche die alten 12″ Releases nicht besitzen, lohnt sich der Kauf der Scheibe schon allein wegen der geilen Bonustracks.

Line Up
Alan Marsh – Gesang
John Wiggins – Gitarre
Andy Boulton – Gitarre
Andy Wrighton – Bass
Steve Pierce – Schlagzeug

Tracklist
01. Night of the Blade
02. Warrior of the Rising Sun
03. Unleash the Beast
04. Love Struck
05. Attack Attack
06. Fever
07. Dead of the Night
08. Breakout
09. Madame Guillotine
10. Someone to Love

Links
Facebook Tokyo Blade
Webseite Tokyo Blade


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