Sorcerer – Lamenting Of The Innocent – Album Review

Sorcerer – Lamenting Of The Innocent
Herkunft:
Schweden
Release:
29.05.20
Label: Metalblade
Dauer:
63:39
Genre:
Doom Metal / Heavy Metal


Foto Credit: Jon Alexandersson

Nach ihren sehr erfolgreichen Vorgängeralben kehrt das schwedische Epic-Doom Quintett Sorcerer zurück auf die Plattenteller. Da die Band einen festen Bassisten gesucht hat, wurde mit Justin Biggs ein fähiger Mann gefunden, der sich auch gleich mit ins Songwriting involviert hat. Auch in Richard Evensand, welcher früher schon bei Socerer die Felle massiert hat, haben die Jungs um Anders Engberg, Sänger, einen kraftvollen Schlagzeuger engagieren können. Natürlich ist die Erwartung ziemlich hoch, denn mit Ihren letzten beiden epischen Doom-Kracher In the Shadow of the Inverted Cross und The Crowning of the Fire King hatten die Schweden zwei Hochkaräter auf den Markt gebracht. Damit der Sound weiterhin saftig klingt, wechselt man natürlich nicht die Leute, die dafür stehen. Ronnie Björnström und Conny Welén stehen genau für diese Kontinuität und Qualität. Alle genannten Faktoren sind verantwortlich, dass Lamenting of the Innoncent ein wirklich sehr gutes Album geworden ist.

Die Songs überzeugen mit Ihrer Variabilität. Anders Engberg hat gesanglich sogar noch eine Schippe draufgelegt und belegt eindeutig, dass er mit zu den besten Gesangskünstler in diesem Genre zählt. Seine Stimme erzeugt einfach meterdicke Gänsehaut. Insbesondere erhält man selbige bei den Doom Brechern Lamenting of the Innocent und Where Spirits Die.
Es fällt auf, dass Sorcerer daran gefeilt haben, nicht zu sehr in die Epic Doom Schublade gepresst zu werden. Die klassischen Heavy Metal Nummern The Hammer of Witches und Dance With The Devil stechen mit starken Riffs und eingängiger Melodie hervor. Die schleppenden Age of The Damned und Condemned sind wahre Highlights und wohl der Inbegriff für epischen Doom.
Die Ballade Deliverance setzt mir ein wenig zu sehr Schmalz und Kitsch auf. Im Finish läuft Path to Perdition mit gestreckter Brust ein und beinhaltet alle Facetten, welche auch das Album ausmachen.


Mein Fazit:
Für mich ist Lamenting of Innocent das abwechslungsreichste Album von Sorcerer. Was nicht unbedingt bedeutet, dass es Ihr bestes Werk ist. Persönlich sehe ich In the Shadow of the Inverted Cross eine Nasenlänge vorne, weil die Hitdichte größer ist. Dennoch sprechen wir hier von einem wirklich starken Metal Album, welches kaum Ausfälle hat. Starke Songs, die durch Ihre Power und Energie Gänsehaut und Erhabenheit erzeugen. Für dieses Werk, was bei mir in Zukunft bestimmt noch wachsen wird, vergebe ich eine 8,5 / 10.


Line Up
Anders Engberg – Gesang
Kristian Niemann – Gitarren
Peter Hallgren – Gitarren
Justin Biggs – Bass
Richard Evensand – Schlagzeug

Tracklist
01. Persecution (Intro)
02. The Hammer of Witches
03. Lamenting of the Innocent
04. Age of the Damned
05. Where Spirits Die
06. Deliverance
07. Institoris
08. Condemned
09. Dance with the Devil
10. Path To Perdition
11. Hellfire (Bonustrack)

Links:
Facebook Sorcerer
Webseite Sorcerer

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