Solstice – Sia – Album Review

Solstice – Sia
Herkunft:
UK
Release:
23.11.2020
Label: GEP
Dauer:
51:10
Genre:
Folk Progressive Rock


Foto Credit: Phoenix Robins

Die britischen Progressive Rock Veteranen Solstice gehören zu den Gruppen, die sich Anfang der 1980er im Zuge der Neo Prog Bewegung gegründet haben und durchaus in einem Atemzug mit bekannteren Neo Prog Bands aus jener Zeit wie Marillion, Pallas oder IQ genannt werden dürfen. Auf dem Label der letztgenannten, GEP, erscheint nun mit Sia das sechste Album der Band.

Seit jeher setzte man auf eine feine, gefühlvolle weibliche Stimme am Mikro, der dem folkigen progressiven Rock gerecht wird. Für Sia konnte man Jess Holland verpflichten, die mit ihrem angenehmen Timbre und in den mehrstimmigen Passagen durch sehr gefühlvolle Vocals überzeugen kann.

Das Beste zu Beginn

Zunächst beginnt die Platte mit Shout und dem progressivsten Track auf Sia. Die Überleitungen zwischen dein einzelnen Teilen sind zwar recht abrupt ausgefallen, innerhalb dieser Teile überzeugt die Band mit ihrem rockigen Zusammenspiel, der wie erwähnt angenehmen Stimme von Jess Holland und der Violine der zweiten weiblichen Mitstreiterin Jenny Newman.

Das HIER mit Video ausgekoppelte Love Is Coming kommt folkig und sanft rockend daher  und bringt den Hörer eine optimistische und positive Stimmung ins Gemüt. Gerade hier gibt auch die Violine den Songs oft eine warme und rurale Atmosphäre. Wie auch im jazzig-rockenden und entspannten Stand Up.  Sehr entspannt mit schönen Gitarreneinsätzen ist Seven Dreams ebenfalls die richtige Beschreibung. Alle Akteure agieren fein und sehr songdienlich, und Jess Holland weiß mit ihrer Stimme, die positive Grundstimmung zu transportieren. Über die gesamte Distanz von über sieben Minuten fällt der Song streckenweise allerdings allzu lieblich aus.

Zum Schluss wird es symphonisch

Für den Abschluss A New Day gilt dieses ebenfalls zu Beginn. Akustische Gitarren bestimmen hier zunächst das Geschehen, um danach in einen langsamen, symphonischen Part überzuleiten, inklusive Orchester, Violine und großen Gitarrensoli. Ein großes Finale. Als Bonustrack ist auf der CD noch eine Neuaufnahme von Cheyenne zu finden. Ein alter Klassiker der Band vom ersten Album Silent Dance. Die Fassung passt sehr gut auf Sia, hält sich dicht an das Original und profitiert im Vergleich stark von der modernen Produktion. Eine sehr schöne Zugabe.


Fazit
Solstice veröffentlichen mit Sia eine für die Band sehr typische Platte. Insgesamt ist diese folkige Variation des progressiven Rocks gelungen. Manches ist allerdings zu langatmig und plätschert dahin. Das lässt es dem Hörer schwer fallen, dem Geschehen konzentriert zu folgen. Jess Holland am Mikro ist eine sehr gute Wahl, sie passt sehr gut zu Solstice und deren Anspruch. Von mir gibt es 7,5 / 10.

Line Up
Andy Glass – Gitarre
Pete Hemsley – Schlagzeug
Jenny Newman – Violine
Jess Holland – Gesang
Robin Phillips – Bass

Tracklist
01. Shout
02. Love Is Coming
03. Long Gone
04. Stand Up
05. Seven Dreams
06. A New Day
07. Cheyenne 2020 – Bonustrack

Links
Webseite Solstice
Facebook Solstice


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