Seven Spires – Emerald Sea – Freibeuters best friend – Album Review

Seven Spires – Emerald Seas
Herkunft:
Boston / USA
Release:
14.02.20
Label:
Frontiers Music
Dauer:
49:11
Genre:
Folk Metal / Progressive Metal


Bei Metalbands mit weiblichem Hauptgesang kommen mir Bands wie Epica oder Avantasia in den Sinn. Gerade bei letzteren befindet sich der geneigte Interessent auf der richtigen Spur, schließlich gehört Adrienne Cowan zum Live Line Up von Avantasia. Auf ihrem mittlerweile zweiten Album Emerald Seas zeigen Seven Spires, deren Mitglieder unter anderem das renommierte Berklee College of Music in Boston besuchten und schon sehr viel Live Erfahrung mitbringen, eine lebendige Mischung aus Metal und Folk, unterlegt mit Orchesterbegleitung aus den Keyboards.

Im Opener Ghost of a Dream gibt es teilweise chansonartigen Gesang, eine Menge Gitarrengewitter und eine Soundatmosphäre, die das Cover Artwork in Sachen Freibeutercharme durchaus bestätigt. Der Gesang wirkt dabei variabel und vermeidet sirenenartige Höhen.

Auch das folgende Every Crest bedient sich der gleichen Mittel, ist melodisch gelungen und gibt sich vom Sound transparent und differenziert, gelegentliche Piano Einlagen runden das Geschehen ebenso ab wie das Gitarrenspiel, das von Jack Kosto sehr songdienlich dargeboten wird; von einer Gitarrenwand bis zu jubelierenden Soli gibt es eine breite Palette von Sounds. Gerade diese jubelierenden Gitarrensounds, die melodisch überzeugende Gitarre und die sehr angenehme Gesangsmelodik überzeugen mich auch auf meinem Favoriten Succumb, den ihr HIER anspielen könnt. Er ist sehr gut gemacht und spiegelt die Wirkung, die Emerald Seas als Gesamtes auf mich hat, wieder.

In Drowner of Worlds wird gegrowlt, wobei dieses nicht fies genug klingt und als Klangfarbe seine Wirkung verfehlt. Die luftigen Gesangseinlagen wirken besser, wie wieder in Silvery Moon, mit schönem Streichereinsatz, zartem Keyboardseinsatz und melodisch im Midtempo gehalten.
Auf Fearless wird wieder bombastisch aus allen Rohren gefeuert, mit Double Bass, sowohl mit Growls als auch klarem Hintergrundgesang, bombastischer Orchesterbegleitung und Piano Einsätzen. Hier stört mich der wirkungsschwache gutturale Gesang nicht so sehr, da andere Elemente überwiegen und der Song durch seine epische Anlage überzeugt.

Nach dem leisen und langsamen Zwischenspiel With Love from the other Side endet das Album mit den Schlusstracks The Trouble with Eternal Life, welches sich gut in den Albumkontext vom Stil her einfügt,  und dem Titeltrack. In jenem wird der Metal der vorherigen Tracks zurückgefahren und lässt das Album mit Orchester, Streichern, verhaltenem Schlagwerkeinsatz sowie semiakustischen Passagen enden.


Fazit:
Emerald Seas ist gut gemacht, alle Akteure beherrschen ihr Handwerk, der gelegentliche gutturale Gesang überzeugt mich meist nicht, aber ansonsten ist die variable und angenehme Gesangsstimme von Adrienne Cowan nicht zu kritisieren. Das Gitarrenspiel von Jack Kosto ist sehr gut und an der Produktion sowie am Mix von Sascha Paeth (u.a. Masters of Ceremony) gibt es nichts auszusetzen. Das Konzept ist an sich gelungen, progressiv ist der Metal eher nicht, verbreitet aber gute Laune und ist nicht frei von gewissen Folk-Romantizismen. Daher gebe ich 7.5/10.

Line Up
Adrienne Cowan – Gesang, Keyboards
Jack Kosto – Gitarren
Peter de Reyna – Bass
Chris Dovas – Schlagzeug

Tracklist
Igne Defendit
Ghost Of A Dream
No Words Exchanged
Every Crest
Unmapped Darkness
Succumb
Drowner Of Worlds
Silvery Moon
Bury You
Fearless
With Love From The Other Side
The Trouble With Eternal Life
Emerald Seas

Links:
Facebook Seven Spires
Webseite Seven Spires

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