Reason – The Divine Rest – Album Review

Reason – The Divine Rest
Herkunft:
Ungarn
Release:
09.10.2020
Label:
Nail Records / Hammerworld
Dauer:
46:00
Genre:
Progressive Metal / Gothic Metal


Foto Credit: Csaba Jekkel

Reason sind schon seit 1995 aktiv und gehören zu einer der führenden Bands in Ungarn. The Divine Rest ist ihr Zweitwerk, ein zur Jahreszeit passendes Album voller Melancholie, Eindringlichkeit und Progressivität.

Niemals anstrengende Progressivität

Mit sanften Akustikgitarren, Bassläufen und Drumfills startet Messiah, nimmt dann gemächlich Fahrt auf, um dann ordentlich drauflos zu rocken. Rhythmisch, schön abwechslungsreich und melodiös, aber auch hart stampfend und progressiv. Ein Ohrwurm-Refrain macht diesen Song zu einem guten Start ins Album. Der tiefe klare Gesang von Gábor Dudás hat Charakter und erinnert mich auch ein wenig an Disillusion. Sanft und melancholisch verleitet Silent Earth zum Träumen, ohne jedoch auch Härte Ausbrüche vermissen zu lassen. Abwechslungsreichtum wird groß geschrieben, so kommen etwa im Mittelteil auch Growls zum Einsatz.

Variabler und ergreifender Gesang

Brother zeigt erneut die Variabilität des Sängers, das Solo und die mehrstimmigen Gesangspart erinnern von ihrer Melancholie auch an Amorphis. Ein weiteres vorzügliches Stück. Interessante zweistimmige Gitarrenpickings leiten Wrong Heaven ein, der sehr progressiv und mit interessanter Rhythmik daherkommt. Hier sind wirklich großartige Musiker am Werk, die es verstehen, progressive, jedoch niemals anstrengende Musik zu schreiben. Zum Ende hin werden ergreifende Gitarrenmelodien aufgefahren, die wirklich unter die Haut gehen und auf eine andere Ebene transportieren. Der Gesang steigert sich beschwörend und eindringlich.

Rise
beginnt mit griffigen Riffs im Midtempo, und punktet mit einem getragenen Mittelteil, eingängigem Refrain und fantastischem Solo.
Keyboardlastig und mit dominantem Bass startet Titans, eine kraftvolle Nummer voller unterschiedlicher Parts. Gewaltige Riffs wechseln sich ab mit fragilen Akustikparts, über allem thront der ausgezeichnete Gesang von Gábor Dudás.
Ein Highlight des Albums!

Akustikfolk und Anmut

Wunderschöne Akustikgitarren bilden den Anfang von We, Creators, um dann in packende Riffs überzugehen, allerdings mutet der Song trotz der verzerrten Gitarren sehr folkig an. Ein Lied, das im Ohr hängen bleibt und erneut mit tollen Gesangslinien und einem exzellenten Solo überzeugt. Zerbrechlich-anmutige weibliche Vocals erklingen im Titeltrack The Divine Rest über bittersüße Akustikgitarren. Sänger Gábor steigt danach ein und beweist noch einmal, was für eine wahnsinnig tolle Stimme er hat. Eine wunderschöne Halbballade mit interessanten Keyboard-Parts im Mittelteil, die zum Schluss durch harte Gitarrenparts noch einmal eindringlich wird und in einem Gesangsduett endet. Als Bonustrack gibt es noch das Stück War Within, ebenfalls sehr folkig-akustisch gehalten, mit Geigenklängen versehen und klagendem Gesang.


Fazit
Reason haben mit The Divine Rest ein wirklich starkes Album mit einer Top-Produktion veröffentlicht. Die spannende Mischung aus düster-progressivem, modernen Metal mit Gothic und Folk-Anleihen und hervorragendem tiefen Gesang dürfte sowohl Fans von Opeth, Paradise Lost, Disillusion und Amorphis, als auch Freunde von melancholischem Dark Rock / Gothic Rock abholen. Ein packendes Album, das auch nach mehreren Anläufen nie langweilig wird und mit seiner Melancholie und Eindringlichkeit den perfekten Soundtrack für Herbst und Winter darstellt. Von mir gibt es eine 8,5 / 10.

Line Up
Attila Horvath – Gesang, Gitarre, Bass, Keyboards
Gábor Dudás  – Gesang
Jozsef Kun – Schlagzeug
Erik Vándor – Gitarre

Tracklist
01. Messiah
02. Silent Earth
03. Brother
04. Wrong Heaven
05. Rise
06. Titans
07. We, Creators
08. The Divine Rest
09. War Within (Bonus Track)

Links
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