Quickstrike – None of a Kind – Album Review

Quickstrike – None of a Kind
Herkunft:
Lettland
Release:
11.02.2022
Label: Rockshot Records
Dauer:
43:47
Genre:
Classic Rock / Rock 


Wenn man die Songs von Quickstrike zum allerersten Mal hört, denkt man zuerst, es handele sich dabei um eine amerikanische Hard-Rock-Band aus den 1980ern. Doch tatsächlich kommt das Quintett aus Valmiera, zu Deutsch Wolmar, einer Stadt im Norden Lettlands und bringt nun mit None of a Kind ihr Debütalbum heraus.

Parallelen zu den bekanntesten Hard-Rock-Bands der 1980er braucht man gar nicht lange zu suchen. Denn schon mit den ersten Tönen fällt dem Hörer direkt eine Band ein: Guns N‘ Roses.  So schaffen es Quickstrike sowohl mit der Gitarre, als auch stimmlich den Stil von Axl Rose, Slash und Co weiter zu verarbeiten, ohne dabei irgendwas zu kopieren. Ganz im Gegenteil: Sie schaffen eigene, sehr gute Songs.

Von einem Highlight zum nächsten

Als erstes Highlight des Albums muss man Cheats n‘ Liars herausstellen, das durch einen schnellen, im Kopf bleibenden Riff überzeugt und vor allem mit einem perfekten Refrain punktet, den alle Bandmitglieder mit ihren Stimmen unterstützen. Auch der Bass spielt hier eine große Rolle, sodass der Song nur so zum Headbangen anregt.

Seinen Höhepunkt erlebt der Bass aber bei Pergament. Der Song erinnert durch seinen etwas langsameren Rhythmus und dem mysteriös wirkenden Gesang des Sängers Piggy stark an Alice Cooper. Dabei werden abseits des Gesangs Geschichten erzählt und es entsteht so eine großartige Atmosphäre.

Den großen Vorbildern in nichts nachstehend

Letztlich übertrifft sich das Album mit den letzten Songs noch einmal selbst. Holt euch einen Appetizer mit dem Titeltrack des Albums None of a Kind HIER.

Der Stil von Nice Hair, Bad Habits lässt sich bestmöglich als eine Zusammenführung von hartem Rock’n’Roll, Punk und sogar leichten Ansätzen des Thrash Metal beschreiben. Der Song bleibt mit Riff und Refrain direkt hängen und sorgt für einen hartnäckigen Ohrwurm. Ähnliche Effekte hat auch Rebel Radio, das seinem Namen alle Ehre macht. Der perfekte Rebelsound als Mischung von Rock und Punk wird sehr passend erzeugt und erhält Verstärkung durch den Gesang, das durch Effekte wie aus dem Radio wirkt.

Als besonderes Versprechen kündigt die Band Live-Shows an, die qualitativ genauso hoch wie die Performances auf dem Album sein sollen. Und das erscheint gar nicht so unwahrscheinlich; sprechen sie doch von Live-Show Vorbildern wie Guns N‘ Roses oder Aerosmith, die beide tausende Fans mit ihren Konzerten faszinieren.

Auch was die Motivation zur Gründung von Quickstrike 2017 gewesen war, können die Band-Mitglieder klar benennen: Da sei zum einen der kometenhafte Aufstieg und Erfolg der amerikanischen Rocker Greta Van Fleet, aber auch die große Wiedervereinigung der Legenden Guns N‘ Roses und das weltweit gefeierte Biopic über Freddie Mercury, Bohemian Rhapsody. All das habe den klassischen Rock ‘n‘ Roll zurück in die Öffentlichkeit gebracht und letztlich also auch stark zur Gründung Quickstrikes beigetragen, so die Band selbst.


Fazit
Quickstrike gelingt auf ihrem Debüt None of a Kind ein großes Kunststück, indem sie es schaffen, Musik wie eine Hommage an die 1980er-Jahre wirken zu lassen, ohne dabei irgendetwas zu kopieren. Sie erschaffen ihren eigenen Stil und können dabei sowohl musikalisch, als auch stimmlich überzeugen und nehmen den Hörer mit in eine rockige Zeit der wilden Rebellion.
Insgesamt daher 8 / 10

Line Up
nb

Tracklist
01. RRD 
02. Saint 
03. Cheats n’ Liars 
04. Shut Them Down 
05. Pergament 
06. Son of a Gun 
07. Nice Hair, Bad Habits 
08. Thorn 
09. Rebel Radio 
10. None of a Kind 

Links
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