Metalite – A Virtual World – Album Review

Metalite – A Virtual World
Herkunft:
Schweden
Release:
26.03.2021
Label: AFM Records
Dauer:
47:32
Genre:
Modern Melodic Metal


Vermutlich aufgrund der gegebenen Umstände kommt das neue Album A Virtual World vom schwedischen Modern Melodic Metal Quintett Metalite rund um Sängerin Erica Ohlsson wesentlich früher als erwartet.

Knapp anderthalb Jahre nach Biomechanicals wird bereits das dritte Album der Band veröffentlicht.

Future Power Melodic Pop Metal Dance

Der Opener und gleichzeitig Titeltrack A Virtual World , als absolute Empfehlung HIER anzuhören, offenbart de facto sofort was in den nächsten 47 Minuten auf einen zukommt. Electro-/Dance-Elemente, die man so in den guten alten Eurodance Songs verorten würde und radiotaugliche Refrains, die direkt ins Ohr gehen und da auch nicht mehr raus wollen. Wer sich an dieser Stelle fragt, warum hier über so ein Album geschrieben wird dem sei gesagt – das ganze ist in ein Korsett aus absolut überdurchschnittlichen Melodic und Power Metal gepresst. Cloud Connected, das vorab HIER veröffentlicht wurde, schlägt genau in dieselbe Kerbe und macht einfach Spaß. Mehr als tanzbare Rythmen, gepaart mit melodischen Gitarren, einem überdurchschnittlichen Solo und Erica Ohlsson in Höchstform. Talisman bedient sich vereinzelt zwar ruhigeren Passagen, allerdings liefert es gleichzeitig auch eine Bridge zu der man fast headbangen muss.

Spiel, Spaß und Gute Laune

Beyond The Horizon startet erneut mit einem typischen Happy Metal Intro gepaart mit futuristischen Synthie Klängen. Und auch hier wird wieder ein Refrain abgeliefert, der als demonstratives Beispiel für einen Ohrwurm dienen kann. Peacekeepers, gibt’s HIER auf die Ohren, fügt sich ebenfalls perfekt ins bisherige Album ein, hat aber zusätzlich das Zeug zur Hymne und gibt vergleichsweise ordentlich Schub. Wenn wir schon bei Hymnen sind, schadet es auch bestimmt nicht mit The Vampire Song gleich noch eine zweite nachzuschieben. Diesmal sogar noch eine Spur eingängiger als zuvor. We’re Like The Fire setzt wieder stärker auf die elektronischen Elemente und schafft den Spagat zwischen guter Laune und Gefühl perfekt.

Es wird immer besser

Artificial Intelligence beginnt beinahe schon ungewohnt druckvoll und vergleichsweise düster – was in diesem Kontext aber vermutlich schon durch eine einfache Moll Tonleiter erreicht werden würde. Das legt sich aber relativ schnell und der rote Faden der das Album bisher mehr als großartig gemacht hat zieht sich weiter durch jede Strophe, jede Zeile, jedes Riff. Alone dürfte dann wohl den absoluten Höhepunkt in Sachen Balladen und Feelings darstellen. Wenn man ein Solo nicht nur hört, sondern direkt spürt sagt das schon einiges. Mit Running nähern wir uns langsam, aber sicher dem Abschluss dieses Meisterwerks und hier geben die Herrschaften nochmal in allen Belangen Vollgas. Synchronized lässt das Album nun mehr als passabel ausklingen und eignet sich wohl auch in – hoffentlich nicht allzu ferner – Zukunft als perfekter Schlusstrack für Live Setlists.


Fazit
Metalite sind nun definitiv im Melodic Metal Olymp angekommen. Wurden bei dem letzten Album noch einzelne Stimmen laut, dass man den großen Vorbildern wie Amaranthe oder Within Temptation nur nacheifert, diese aber nicht ganz erreicht, so sollten hier alle Kritiker verstummen. Mit A Virtual World hat die Band ihren eigenen Stil gefunden und die großen Vorbilder nicht nur eingeholt, sondern in großen Teilen bei Weitem übertroffen. Nach dem ersten Quartal vermutlich DER Anwärter auf das Album des Jahres. Alles andere als die Höchstwertung wäre schlicht nicht vertretbar.
Deshalb 10/10.

9,5
Line Up
Erica Ohlsson – Gesang
Edvin Premberg – Gitarre
Robert Örnesved – Gitare
Lea Larsson – Schlagzeug
Robert Majd – Bass

Tracklist
01. A Virtual World
02. Cloud Connected
03. Talisman
04. Beyond The Horizon
05. Peacekeepers
06. The Vampire Song
07. We’re Like The Fire
08. Artificial Intelligence
09. Alone
10. Running
11. Synchronized

Links
Webseite Metalite
Facebook Metalite


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