In Aeternum – …Of Death and Fire – Album Review

In Aeternum – …Of Death and Fire
Herkunft: Schweden
Release: 06.02.2026
Label: Soulseller Records
Dauer: 43:28
Genre: Death-/Black Metal


Foto-Credit: Magnus Eklund Izarra

Die wohl am meisten unterschätzte Extreme‑Metal‑Band der späten 1990er ist zurück auf der Bildfläche. Die Göteborger hatten im Laufe der Jahre immer wieder mit Line-up-Wechseln und kreativen Durststrecken zu kämpfen. Das letzte Lebenszeichen war eine EP aus dem Jahr 2016. Mit großer Wehmut blickte man auf ihr Meisterwerk Forever Blasphemy zurück – für mich nach wie vor eines der stärksten Black‑Death‑Alben des Genres. Umso erfreulicher war die Nachricht, dass In Aeternum ein neues Album angekündigt haben. Und nun steht der Brocken vor der Tür und tritt diese mit voller Wucht ein.

Comeback des Jahres?

Nach dem ersten Durchlauf von …of Death and Fire war ich zunächst von der satten Produktion völlig geplättet – das Ding drückt ordentlich auf die Fontanelle. Die Songs sind keineswegs einfacher Black/Death Metal von der Stange, sondern überzeugen mit komplexen Strukturen und variablem Songwriting. Mir war sofort klar, dass man nach einem einzigen Durchgang noch gar kein Urteil fällen kann. Frei nach dem Motto: Beim ersten Mal war es gut, beim zweiten Mal einfach nur verdammt starke Musik.

Zerstörerische Riffs am Anschlag

Tatsächlich haben die Schweden es geschafft, die starke Qualität ihrer ersten beiden Alben ins Hier und Jetzt zu transportieren und technisch noch einmal eine Schippe draufzulegen. Weggeblasen hat mich vor allem The Spirits of the Dead, ein Song, der den Hörer mit komplexen, Morbid‑Angel‑artigen Riffs und einer bösen Aggressivität förmlich auffrisst. Was für ein Biest!

Um die Flexibilität des Albums zu unterstreichen, empfiehlt sich die punkige Dampframme Bow to None – ein Track, bei dem man den Refrain unweigerlich mit Inbrunst mit brüllt. Die melodischste und eingängigste Nummer ist wohl The Hourglass, das mit starken Soli und fiesen Blastbeats glänzt. Überzeugt euch HIER von der Klasse.

Lang lebe Quorthon

In voller Ehrfurcht bin ich erstarrt, als ich To Those Who Have Rode On gehört habe. Eine musikalische Ehrerbietung an die großen Bathory – ganz im ureigenen Stil von In Aeternum. Als Gastvokalist konnte man Watain‑Frontmann Erik Danielsson gewinnen, was dem Stück eine zusätzliche, düstere Intensität verleiht. Ein perfekter Abschluss für ein ganz großes Comeback‑Album.


Fazit
In Aeternum können stolz auf dieses Album sein, denn sie haben es geschafft, ihre alten Qualitäten zu konservieren und in ein frisches Black-/Death‑Gewand zu kleiden. Das abwechslungsreiche Songwriting macht …Of Death and Fire nie zur Einbahnstraße, sondern eher zur vierspurigen Autobahn, auf der man selbst bei dichtem Verkehr noch mit 250 km/h auf der linken Spur durchzieht. Exzellentes Extrem‑Metal‑Kino. 9 / 10 

Line Up
Gesang, Gitarre – David Larsson
Gitarre, Bass – Daniel Sahlin
Schlagzeug – Perra Karlsson

Tracklist
01. Danse Macabre
02. Beneath The Darkened Tomb
03. The Day of Wrath
04. Spirits of the Dead
05. Mortuary Cult
06. The Vile God of Slime
07. Bow To None
08. De Profundis
09. Goddess of Abominations
10. The Hourglass
11. To Those Who Have Rode On (Feat. Erik Danielsson)

Links
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