Furies – Fortune’s Gate – Album Review

Furies – Fortune’s Gate
Herkunft:
Frankreich
Release:
16.10.2020
Label:
Eigenproduktion
Dauer:
47:39
Genre:
Heavy Metal / Power Metal


Foto Credit: Matthias Gibello

2013 von Schlagzeugerin Zaza Bathory als All-Female-Band gegründet, katapultierte zwei Jahre später der Einstieg der bass-spielenden Ausnahmesängerin Lynda Basstarde und der beiden talentierten Gitarristen Billy Lazer und Sam Flash die französische Band Furies ordentlich nach vorne.

Mit einem selbstveröffentlichten Demotape bekamen die Musiker viel Aufmerksamkeit und spielten sogar live im nationalen TV. Mit Fortune’s Gate kam dann diesen Oktober ihr Debütalbum raus, dessen tolles Artwork jeden Coverkäufer direkt und unmissverständlich darüber informiert, dass hier der Heavy Metal zelebriert wird.

Kraftvoll, Heavy und glasklar

Los geht’s mit You and I, die Furies feiern hier ordentlich den klassischen Heavy Metal, mit Judas Priest-lastigen Riffs und sirenenartigen Vocals von Sängerin Lynda Basstarde. HIER gehts zum Video dazu.
Die Soli in diesem Song erinnern sowohl vom Sound als auch der Spielweise sehr an Priest‘s Painkiller-Album, die eher moderne Produktion lässt mich auch ein wenig an Sister Sin denken.
Der Titeltrack The Fortune’s Gate beginnt mit schnell galoppierenden Rhythmen und einem flirrenden Solo, es handelt sich hier um einen lupenreinen Power Metal Song, mit einem wirklich ergreifend gesungenen Refrain. Ein Song, der mit jedem Hördurchlauf wächst und den Hörer auf eine Reise in fantastische Welten nimmt. Voodoo Chains rockt dagegen schön riffig und griffig daher, ein guter Kontrast zum vorigen Song, der Refrain ist ein Ohrwurm, sicherlich live ein toller Mitsing-Hit. Überzeugt Euch HIER.

Ein Füllhorn des Metal

Antidote beginnt mit einem interessanten Twin-Guitar-Riff und toller Basspassage, und klingt etwas düster-ominöser als die doch eher fröhlich anmutenden ersten drei Songs. Lynda singt zudem auf französisch, was dem Song zusätzlich eine eigene Note gibt. Ein richtiges Highlight, gerade wegen des Gesangs und des tollen Soloparts, ein metallischer Hochgenuss! Delusions of Daylight wartet wieder mit treibendem Power Metal Riffing und Drumming auf, der Gesang und die Soli sind wieder vorzüglich, ein schöner Song, der trotz eines kleinen Kitschfaktors Spaß macht und mit seinem Ohrwurmrefrain gut nach vorne geht. Drauflos gerifft wird dann wieder bei Never Say Die, inklusive cooler Gangshouts, die Band weiß auch zu gefallen, wenn sie rifflastiger und thrashiger spielen und die Power Metal Anteile runterfahren. Ein echter Banger!

Kontrastreich, energiegeladen und zügellos

Richtig schön doomig beginnt Superstition und bietet so einen tollen Kontrast zum bisher dargebotenen Material. Hier kommt ein wenig Mercyful Fate/King Diamond Feeling auf, was die Riffs, Soli und Gesangsmelodien angeht, mein zweites Highlight. Prince of the Middle East beginnt einfach geil old-school thrashig mit tollen Gitarrenparts und einem eingängigen Strophenpart, der Refrain klingt erstmal etwas ungewöhnlich, bietet aber erneut Abwechslung, was von den nachfolgenden exquisiten Gitarrenparts untermauert wird.
Sister Sin lassen wieder ein wenig grüßen bei Fire in the Sky, ein straighter Headbanger, der zur Mitte etwas an Fahrt aufnimmt, und bestimmt live gut kommen wird.
Zum Schluss gehts nochmal ordentlich ab, Zaza gibt richtig Gas an den Drums und die Furies zocken im passend benannten Unleash the Furies zügellosen Power Metal mit einem schönen Schuss Speed Metal. Ein richtig geiles Finale!


Fazit
Furies machen auf ihrem Debütalbum alles richtig, ihre Liebe und Hingabe zum Heavy Metal hört man in jedem Song. Das Album bietet genug Abwechslung und für Fans von klassischem Heavy Metal bis modernem Power Metal wird hier einiges geboten. Alle Bandmitglieder sind wirklich talentiert und musizieren auf sehr hohem Niveau. Die Produktion ist glasklar, was gerade den packenden Gesang und die hervorragenden Gitarrensoli zu einem Genuss macht. Ein Album, das man wirklich gerne immer wieder auflegen wird! Tolles Erstwerk! 8,5 / 10.

Line Up
Lynda Basstarde – Gesang / Bass
Billy Laser – Gitarre
Sam Flash – Gitarre
Zaza Bathory – Schlagzeug

Tracklist
01. You And I
02. The Fortune’s Gate
03. Voodoo Chains
04. Antidote
05. Delusions Of Daylight
06. Never Say Die
07. Superstition
08. Prince Of The Middle East
09. Fire In The Sky
10. Unleash The Furies

Links
Webseite Furies
Facebook Furies


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