Existential Emptiness – Neverending Pain, Everlasting Sorrow – Album Review

Existential Emptiness – Neverending Pain, Everlasting Sorrow
Herkunft:
Chile
Release: 21.06.20
Label:
Australis Records
Dauer: 31:24
Genre:
Death / Black Metal / Doom


Logo: Ángela Piraban

Mit ihrer Debüt-Platte Neverending Pain – Everlasting Sorrow stellen sich Existential Emptiness aus Chile mit einem spannenden Extrem-Metal-Mix vor.
Ominös geht der halbstündige Song Underneath Tomb los, bedrohlich wie die schwül-warme Luft und der düstere Himmel vor einem Gewitter, bevor sich das Stück, das auch das komplette Album ausmacht, in einem ersten Black Metal Orkan entlädt, der auf einen niederhagelt, aber genauso schnell wieder zurückzieht, wie er eintraf.
Untermalt von leisen Drum-Fills zeichnet sich vor dem inneren Auge eine verwüstete Landschaft ab, vereinzelte Bass und Gitarrenklänge zittern durch die Nacht. Death-doomige Riffs und finstere Growls folgen auf die Stille, die langsam den Weg bereiten für den nächsten Ausbruch, der diesmal mit einem eher thrashigen Riff loslegt.

Fronter Nicolas Robles growlt, keift und schreit seine Emotionen in den von der Instrumentalfraktion entfachten Feuersturm, die variablen Growls passen perfekt auf die abwechslungsreichen Riffs aus der Schnittmenge von Old-School-Death-Metal, Black-Thrash und Doom.

Dieses Wechselbad an vertonten Gefühlen setzt sich über die gesamte Spielzeit so fort. Die old-schoolige Produktion von Pedro Sazo, In Tenebras / Siaskel, die aber dennoch niemals nach Lo-Fi klingt, tut ihr übriges, diese gewisse Atmosphäre zu erzeugen, die der Old-School-Metalhead so liebt.

Für einen Headbanger wie mich ist dieses Album das ideale Futter; ich kann mir sehr gut vorstellen, mich bei einem Live Gig der Band eine halbe Stunde lang durch alle emotionalen Höhen und Tiefen des Stücks in eine Trance zu bangen.
Da ich auch hauptsächlich Album-Hörer bin, macht es mir nichts aus, dass es sich um nur einen überlangen Song handelt, dies könnte jedoch für Leute, die es eher weniger bevorzugen, ein komplettes Album am Stück zu hören, ein Problem darstellen.

Stellenweise erinnern mich einige eher abgefahrene Soli und der Sound auf diesem Album an mein Lieblingsalbum von Morbid Angel, das rotzige Abominations Of Desolation, aber im Kontrast dazu gibt es auch sehr viele Melodien und doomige Parts, es wird einfach nicht langweilig.
Man merkt, dass die beteiligten Musiker keine Anfänger sind, haben sie doch allesamt Erfahrung in anderen Bands gesammelt (Funeralis, Pulverized und Luxcaelis).

Lyrisch geht es um eine einzelne Person, die eine existentielle Krise durchlebt, das Album entstand in einer einzigen kreativen Blase im Jahre 2018, in dem die Bandmitglieder einfach ihrer Kreativität freien Lauf ließen.
Das erstklassige Covergemälde von Daniel Hermosilla, HIER geht es zum Künstlerprofil auf Facebook, sowie das von Ángela Piraban designte Bandlogo passen perfekt zur Musik, Atmosphäre und Thematik des Albums.


Mein Fazit:
Ein fesselnder Ritt auf dem Rasiermesser, abwechslungsreich und spannend inszeniert und kompetent dargeboten, mit einer wirklich gelungenen Leistung an den Growls. Von dieser Band hoffe ich in Zukunft noch mehr hören zu können. Fans von Old School Death Metal, melodischem Black Metal und Doom sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Tolles Debüt! 8/10

Line Up
Nicolas Robles – Gesang
Rodrigo Peralta – Gitarre
Daniel salgado – Gitarre
Cristobal Zapata – Bass
Claudio Anacona – Schlagzeug

Tracklist
01. Underneath Tomb

Links:
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