Enzo And The Glory Ensemble – In The Name Of The World Spirit – Nicht nur in der Welt zuhause – Album Review

Enzo And The Glory Ensemble – In The Name Of The World Spirit
Herkunft:
Italien
Release:
27.03.2020
Label:
Rockshots Records
Dauer:
66:08
Genre:
Ethnic Progressive Metal / Gospel Metal


Wie schon bei den beiden Vorgängern In The Name Of Father und In The Name Of Son setzt der Italiener Enzo Donnarumma zusammen mit Gary Wehrkamp von Shadow Gallery mit In The Name Of The World Spirit eine bunte und interessante Mischung zwischen Gospel, Progressive Metal und begibt sich dabei auf eine Reise durch verschiedene musikalische Welten.
Unterstützt wird er dabei von allerlei illustren Gastmusikern, u.a. Mark Zonder von Fates Warning oder den Kollegen von Orphaned Land, der nahöstliche Einfluss ist an allen Ecken und Enden auszumachen, jene haben auch schon mit Shadow Gallery zusammengearbeitet hat.
Zwischen orchestralen Chören, Akustikgitarren, brettharten E-Gitarren, knalligem Schlagzeug überzeugendem Gesang mäandert Signore Donnarumma. Nach dem Intro Precariousness zeigt Nothingness (It’s Everyone Fate), wie ansprechend das Geschehen klingt. Mehrstimmiger Gesang und Bombast an allen Ecken und Enden unterstützen die rockigen Melodien, das Orchester hält sich meist im Hintergrund, ist aber durchaus präsent und geht im teilweise heftigen E-Gitarrengewitter keinesfalls unter.

Mein persönlicher Favorit ist das folgende The Bronze Age, das sehr eindrücklich beweist, wie Orchester, Frickel-Prog Metal und operettenhafter Gesang perfekt zusammenpassen. Für mich rechtfertigen diese grandiosen sieben Minuten schon alleine den Kauf des Albums. Das als Single ausgekoppelte Last Weep überzeugt mich multikulturellen Melodien und Sounds, ist rhythmisch interessant und im Refrain schön bombastisch, sehr gut gemacht und eingängig. Die gleichen Zutaten, nämlich gnadenloser Ohrwurmcharakter und adäquater Bombast mit Einflüssen aus nah- und fernöstlichen Kulturen machen auch das ebenfalls als Single ausgekoppelte Try To Put The Pit In Fear empfehlenswert.

Der Longtrack Psalm 13 beginnt zunächst sakral mit wechselndem männlichen und weiblichen Gesang, und steigert sich dann in einen Bombast Metal Track mit teilweise gutturalem Gesang. Für mich der abwechslungsreichste Song auf der Platte. Hier zeigt sich das Ensemble in voller Größe und Spielfreude. Da stimmt eigentlich alles.


Mein Fazit:
Shadow Gallery
und Orphaned Land sind gute Anhaltspunkte, wenn es darum geht, die Einflüsse von In The Name Of The World Spirit zu benennen. Sehr abwechslungsreiche und anregende Mischung- Für mich gibt es keine großen Schwachpunkte auszumachen, an so mancher Stelle kommt das Geschehen dem Kitsch bedrohlich nahe, wie z.B. in Teilen von To Every Chest, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Mir sagt In The Name Of The World Spirit total zu und vergebe 9/10. Toll gemacht.

 

Line Up
Enzo Donnarumma
Marty Friedman
Kobi Farhi
Ralf Scheepers
Mark Zonder
Gary Wehrkamp
Brian Ashland
Nicholas Leptos
Derek Corzine
Amulyn Braught Corzine
David Brown
Alessandro Battini
Maria Londino
Francesco Romeggini
Mr Jack, Claudia Coticelli and Clara People

Tracklist
Precariousness 
Nothingness (It’s Everyone’s Fate) 
The Bronze Age 
Try To Put In Pit The Fear 
To Every Chest 
Just In My Heart The Blame 
I’ll add more 
My Pillory (5:13)Last Weep 
Psalm 13 (Tell Me) 
Echo 
One Reason 
The Silence Speaks For Us 

Links:
Facebook Enzo And The Glory Ensemble
Rockshots Records

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