Black Stains – Cursed Lights – EP Review

Black Stains – Cursed Lights
Herkunft:
Deutschland
Release:
19.08.2022
Label:
Eigenproduktion
Dauer:
19:05
Genre:
Alternative Metal / Progressive Metal


Black Stains-Band
Foto Credit: Thilo Beck

Black Stains sind eine eine junge Band aus Hamburg mit dem Ziel, harte Gitarrenriffs und Moshpit-taugliche Breakdowns mit atmosphärischen Melodien und einer anständigen Prise Melancholie zu kombinieren. Das Trio hat erstmals 2019 mit seiner Debüt-EP Inside für Aufsehen gesorgt und auf dem nun erscheinenden Nachfolger Cursed Lights seine Trademarks noch weiter verfeinert.

Das bedeutet: Hier treffen präzis-kalte Gitarrenriffs auf Hardcore-artige Breakdowns sowie melodische Refrains und gelegentliche Prog-Einflüsse. Dieser Mix wird großteils in Midtempo vorgetragen und lässt damit genug Zeit und Raum, um die volle emotionale Bandbreite dieser Musik erfassen zu können. Und ja, der Sound klingt ziemlich modern. Wer musikalisch-geistig in den 1980er Jahren stecken blieb, wird damit naturgemäß keine Freude haben. Alle anderen allerdings schon.

Melancholie und harte Riffs

Die fünf Songs der EP ergänzen sich perfekt und bilden eine knapp 20 Minuten lange Symbiose aus Melancholie und tonnenschweren, abgehackten Gitarrenlinien. Der Bass groovt und wummert, der Schlagzeuger Jona wirkt wie ein Mensch gewordenes Schweizer Uhrwerk. Die Texte werden währenddessen meist in einer Art sehnsüchtigem Klargesang vorgetragen, der von der Klangfarbe her ein wenig an die ruhigeren Songs von Korn erinnert.

Black Stains haben ihre EP übrigens in Eigenregie veröffentlicht, was man der Platte aber nicht anhört. Die Musik schallt nämlich perfekt abgemischt aus den Boxen, so als wäre hier ein großes Label im Hintergrund zugegen. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, der sollte sich den Opener Rat anhören. Das düstere Video zum Song unterstreicht nämlich den Grundtenor der Musik sehr gut, wovon du dich HIER überzeugen kannst.

Gesamtkunstwerk

Wer es melodischer mag, dem sei das Lied Era ans Herz gelegt. Der Refrain eignet sich bestens dazu, in sub-optimistischen Gedanken zu schwelgen, bevor das Trio wieder härtere (Zwischen-)Töne anschlägt und damit sein Können, zwischen Heavyness und Atmosphäre zu pendeln, erneut unter Beweis stellt.

Insgesamt funktioniert Cursed Lights allerdings am besten in seiner Gesamtlänge. Die Band zieht den Hörer nämlich Stück für Stück in ihren Bann und erschafft langsam, aber sicher eine faszinierende Klangwelt, der man sich nur schwer entziehen kann.


Fazit
Black Stains haben das Zeug dazu, zu einem deutschen Aushängeschild für modern-melancholischen Metal zu avancieren. Mit ihrer zweiten EP Cursed Lights braucht sich das junge Hamburger Trio nämlich auch vor der internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken. Man darf auf das erste Vollzeitalbum gespannt sein, bis dahin hoch verdiente 8 / 10

Line Up
Samuel – Gitarre, Gesang
Nick – Bass, Gesang
Jona – Schlagzeug

Tracklist
01. Rat
02. Fall
03. King
04. Era
05. #Slay

Links
Facebook Black Stains
Instagram Black Stains


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