Alt und Neu aus meinem Plattenschrank – Meine Empfehlung für Sonntag – Kolumne

Alt und Neu aus meinem Plattenschrank ist eine wiederkehrende Kolumne, in der unsere Redakteure jeweils ein Album zur näheren Besprechung und Vorstellung auswählen. Die perfekte Sonntagslektüre mit dem bestimmt ein oder anderen bisher unbekannten Musiktipp.


Kvelertak, MEIR, 2013, schwarzes Vinyl

Während meiner letzten Kolumne röchelte der Mann auf der Couch vor sich hin und kurierte sich gesund, während ich diese Woche sein gesamtes Mitgefühl bekomme, da in unserem Haushalt der sogenannte Ping Pong Effekt zugeschlagen hat. Ich denke, ich muss euch nicht erklären, wie das funktioniert.
Einer der Familie ist krank, wird gerade mal so gesund, während der nächste es schon bekommt und nach Abklingen der Symptome wieder zurück reicht. In Zeiten von Corona übrigens ein durchaus gefährliches Unterfangen.
Nun gut, wir beginnen in der Sonntagskolumne natürlich nicht mit der weltweit eh schon so präsenten Panikmache. Stattdessen schlurfe ich im Krümelmonster Pyjama mit wärmenden Schlapfen [Hausschuhe auf österreichisch] in unser Musikzimmer.
Ich muss wirklich bemitleidenswert aussehen, denn der Mann steht prompt in der Türe und bietet mir heute großzügig sein CD Regal an. Die sind nicht so schwer aus dem Regal zu nehmen und abzuspielen, meint er. Aber nein, ich weiß ganz genau, was ich jetzt brauche. Nach kurzem Suchen habe ich sie auch schon in der Hand:
Meir. Kvelertak!

Alleine das wunderbar bunt gestaltete Cover von John Dyer Baizley, seines Zeichens nicht nur Künstler, sondern selbst Musiker, unter anderem bei Baroness, lassen mein Gesicht strahlen.  Meir erschien bereits 2013, doch ehrlicherweise erschienen die aus Norwegen stammenden Kvelertak erst 2017 auf meinem Radar, als sie als Vorband für Metallica bei ihrer Worldwired Tour spielten. Ich erinnere mich nur zu gut, als der damalige Sänger Erlend Hjelvik  mit einer riesigen Eule auf dem Kopf ohne Shirt auf der Center Stage performte. Ich war hin und weg und konnte trotz wirklich schlechtem Sound sofort nachvollziehen, was Lars Ulrich da für sich entdeckt hatte und vor Metallica auf die Bühne brachte. Dass der Sound nicht Kvelertak typisch war, wurde mir bei der nächsten Gelegenheit, als ich die Band vor Mastodon in Wien spielen sah, klar. Es ist ein altbekanntes Metallica Ding, dass die Supportbands offenbar nicht ganz so toll klingen. 
Mittlerweile wurde nach Verlassen der Band von Erlend mit Ivar Nikolaisen ein neuer Sänger gefunden und erst kürzlich veröffentlichten Kvelertak mit Splid den neuesten Streich der Band. Sie scheinen wieder angekommen zu sein in ihrer Höchstform und sind gerade eben live on Stage. Nicht vor Metallica, sondern als ihr eigener Headliner ihrer Splid Tour, auf der bereits einige Termine Sold Out sind.
Bis zum Termin in Wien werde ich wieder fit sein. Und bei Kvelertak im Pit zu finden sein. Bis dann, magnetics! Wir sehen uns vor Ort.


Links
Facebook Kvelertak
Webseite Kvelertak
Tourdaten
Review zu Splid

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