Kvelertak – Splid – Album Review

Kvelertak – Splid
Herkunft:
Norwegen
Release:
14.02.2020
Label:
Rise Records / BMG
Dauer:
58:14
Genre:
Black Metal, Hardcore Punk, Metal, Hard Rock


Nun ist es also endlich soweit und die Norweger um Kvelertak releasen ihr mittlerweile viertes Album mit vielsagendem Namen Splid (norwegisch für Zwietracht). Es hat sich einiges getan seit dem letzten Album Release von 2016. Erlend Hjelvik, der ehemalige Sänger der Band stieg aus dem Projekt aus, Ivar Nikolaisen folgte. Er hatte es zu Beginn nicht einfach bei den Fans, die Meinungen über ihn spalteten die Fangemeinde und man war gespannt, ob Ivar die Position des Frontmannes und Sängers vollauf füllen würde. Auch ich war skeptisch als ich mir bereits Veröffentlichtes aus seinen früheren Produktionen anhörte. Freunde, die Kvelertak mittlerweile live erlebt haben mit Ivar am Mikro bestätigen jedoch die Aussagen der Band, dass man mit ihm alle vorhandenen Energien der Band kanalisiert habe und in voller Kraft da sei um Neues zu präsentieren. 

Nun, ich bin gespannt und lasse mich so gut es geht unvoreingenommen auf Splid ein, das mit Rogaland startet. Rogaland ist die Provinz Norwegens, in der die Heimat der Band, Stavanger, liegt. Und genau so startet die Reise durchs Album. Heimelig und im Kvelertak Stil. Typischer Sound dröhnt aus meinen Boxen und man kann nicht anders, als die ersten beiden Minuten des mehr als fünf minütigen Song langsam mit zu bangen, bevor der Song nach Einsatz der Lyriks regelrecht explodiert.  Oh ja, Ivars Stimme passt wirklich gut! Der Refrain mit cleanem Back Gesang sorgt für Wiedererkennungswert.

Es folgt Crack of Doom, die Single ist bereits ausgekoppelt, und trägt die Handschrift von Troy Sanders, Mastodon. Mir fällt auf, dass dies die erste Nummer Kvelertaks ist in englischer Sprache. Dies macht den Sound jedoch nicht weniger spannend! Mit Necrosoft präsentieren sich uns Kvelertak wieder härter und in für mich bereits weit weg geschobener Black Metal Manier. Ivar sorgt zusammen mit Maciek, der ihn am Mikro unterstützt für einen richtig guten Kontrast und, nach dem dritten Mal Abspielen freue ich mich, den Song bald live zu hören.

Mit Discord kommt richtig Tempo in die Sache und ich sehe jetzt schon das eskalierende Moshpit vor meinem inneren Auge. Bråtebrann ist definitiv mein liebster Song so far und überrascht mich mit einem weiteren Gesicht, mischt sich doch zum Hardcore guter Rock dazu. Dem Vorbild des Songs, nämlich den Frühlingsfeuern Norwegens folgend, die laut Band immer gerne regelrecht eskalieren, eskaliert auch er.

Uglas hegemoni überrascht mich mit punkigen Attitüden und spätestens bei Fanden ta dette hull! ist man unweigerlich im Ivar Fieber. Tevling, Stevnemøte med Satan und Delirium tremens lassen das Album in meinen Ohren nochmal anwachsen, da gerade bei diesen Songs mehr Hardrock ins Spiel kommt, was der Band und auch dem sonst harten Shouting wirklich gut steht. Das Riffing tritt stark in den Vordergrund und melodiöser Gesang rundet das Bild ab. So müssen meine Kvelertak sich anhören! Den Reigen der elf Songs von Splid wird durch Ved bredden av Nihil geschlossen. Eine melodische Versöhnung mit dem Hörer, der langsam zum Ende des Albums geführt wird…


Mein Fazit: 
Während ich das Album vor meinem inneren Ohr nochmal Revue passieren lasse, frage ich mich, was ich da alles gehört habe. Splid sät auch in mir ein wenig Zweitracht, wenn ich bin noch unschlüssig, ob ich wirklich für die gesamte Reise durch die verschiedenen Stile während des Album so glühe wie für bisher veröffentlichtes. Kvelertak sind Vollblutmusiker, die mit Splid zeigen, was sie alles draufhaben. Für mich dürfte das Album alles in allem etwas runder und kurzatmiger sein und aus diesem Grund bekommt Splid von mir 8/10. Spätestens wenn ich das Album live zu hören bekomme, werde ich das vermutlich revidieren und nach oben schrauben.
 

Line Up
Ivar Nikolaisen – Gesang
Vidar Landa – Gitarre
Bjarte Lund Rolland – Gitarre
Maciek Ofstad – Gitarre
Marvin Nygaard – Gesang, Bass
Håvard Takle Ohr – Drums

Tracklist
01. Rogaland
02. Crack of Doom Feat. Troy Sanders
03. Necrosoft
04. Discord
05. Bråtebrann
06. Uglas hegemoni
07. Fanden ta dette hull!
08. Tevling
09. Stevnemøte med Satan
10. Delirium tremens
11. Ved bredden av Nihil

Links:
Webseite Kvelertak
Facebook Kvelertak
Webseite Rise Records

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