Alan Morse – So Many Words – Album Review

Alan Morse – So Many Words
Herkunft: USA
Release: 22.01.2026
Label: Selbstverlag via Alan Morse
Dauer: 59:58
Genre: Progressive Rock


Foto Credit: Kat Mueller-Roberts

Im Hause Spock’s Beard wird es auch irgendwie nie langweilig und Stillstand ist dort ebenfalls nicht zu beklagen. Nachdem nun die Hauptband unlängst mit ihrem formidablen The Archaeoptimist wieder die Bühne betrieben haben, geht ein weiterer musikalischer Kopf der Kalifornier mit einem Solowerk auf musikalische Abenteuer
Alan Morseseines Zeichens Gitarrist sowie Multiinstrumentalist veröffentlicht sein Zweitwerk So Many Words und beweist damit so einiges.

Zum einen wird dem ein oder anderen Hörer nicht bewusst gewesen sein, wie vielfältig sein musikalisches, ja künstlerlisches Schaffensgebiet zu sein scheint. Neben der Gitarre und seiner Stimme spielt er auf seinem Album den Bass, Cello sowie Mandoline, Bouzouki und noch so einiges mehr. Darüber hinaus wird er von der kompletten Spock’s Beard Familie in irgendeiner Art und Weise unterstützt. Neben Nick D’Virgilio und Simon Phillips am Schlagzeug hört man oft seinen berühmten Bruder Neal Morse, der seinen unvergleichlichen Gesang an zahlreichen Stellen verewigt.

Darf der Hörer also von So Many Words dennoch ein eigenständiges Album erwarten? Das darf er, denn Alan Morse darf auf seinem Solowerk seine vollständige musikalische Bandbreite zeigen. Sei es in melodischen Rocksongs Shadow of the sun oder dem bärtigen This Is Who We Are. Positiv zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass Morse sich nicht in überlangen Prog-Epen verliert, sondern kurz und knackige Fünfminüter an das Volk bringt. Instrumentale Ausreißer und gekonnte Solopassagen findet man hier nicht.

Eigenständige Progrockscheibe im Geiste der Bärte

Alan Morse stellt sich voll und ganz in den Dienst hochmelodischer, aber rockiger Songs. Als Ausreißer sei hier ein mit allerlei Elektronik ausgestattetes Bass Solo erwähnt. Aus Mangel eines als Single ausgekoppelten Songs sei HIER ein Teaser gezeigt. Mittlerweile ist das Album allerdings auf allen Streaming- und Downloadplattformen erhältlich und kann auch zur Gänze konsumiert werden.

Eine Verwandtschaft mit dem Schaffen seiner Hauptband ist nicht zu verleugnen. Alan Morse solo musiziert erheblich songdienlicher und gerade im Bereich Keyboards ist So Many Words deutlich spärlicher ausgestattet. Das macht es zu einer gut verdaulichen Progrock Scheibe im noch jungen Jahr 2026.


Fazit
Mit seinem zweiten Solowerk So Many Words ist Alan Morse eine gut zugängliche, geradezu sommerliche Progrock Scheibe gelungen, die einen erfolgreichen Gegenpol zur Schwermütigkeit des Winters darstellt. Und sie lässt an keiner Stelle Substanz vermissen. 8 / 10

Line Up
Alan Morse – Gitarre, Gesang, Bass, Cello, Mandolin, Bouzouki usw

Tracklist
01. Every Day Is Insane
02. It’s Never Enough
03. I Don’t Want To Travel Time If It Takes Forever
04. This Is Who We Are
05. In The Shadow Of The Sun
06. And It’s Time
07. Making Up My Heart
08. So Many Words
09. Bass Solo
10. Make Me Real Again
11. Behind Me

Links
Facebook Alan Morse


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