Virial – Transhumanism – Album Review

Virial – Transhumanism
Herkunft:
Italien / Österreich
Release:
24.09.2021
Label: Vicious Instinct Records
Dauer:
54:29
Genre:
Technical Death Metal


Virial-Band

Metal verbindet, auch über Grenzen hinweg. Die Band Virial mit Mitgliedern aus Italien und Österreich ist der lebende Beweis dafür. Sechs Jahre sind seit dem Debütalbum ins Land gezogen, das die Brüder Thomas und Christian Wieser noch mit Gastmusikern eingespielt haben.

Mittlerweile ist das Line-Up komplett und die Combo veröffentlicht mit Transhumanism ihr Zweitwerk. Inhaltlich geht es dabei um die technische Evolution, die mittlerweile ja auch stark in die Biologie eingreift. Anders ausgedrückt: Prothesen, Herzschrittmacher und so weiter wurden in Science-Fiction-Manier weiter gedacht. Musikalisch erwartet uns abermals ein progressiv-technisches Death Metal Gewitter.

Komplexität auf den Punkt gebracht

Bei technisch anspruchsvoller Musik verheddern sich Bands gelegentlich in Details. Das Resultat: Die Songs kommen nicht zum Punkt und wirken für unbedarfte Hörer etwas konfus. Virial haben aber offensichtlich akribisch an ihren Songs gefeilt, denn trotz aller Komplexität klingen die Lieder wie aus einem Guss.

Zudem sind treibende Schlagzeug-Beats und Gitarrenriffs immer noch zur Genüge vorhanden, sodass auch Freunde von geradlinigerem Death Metal nicht verprellt werden. Der Song March Of Prometheus ist ein gutes Beispiel für diese Symbiose aus technischem Können und Eingängigkeit, das Video dazu findest du HIER.

Wie ein guter Wein

Insgesamt betrachtet verlangt die Platte dennoch ein gewisses Maß an Konzentration von ihrer Hörern. Die meisten Songs offenbaren nämlich erst nach mehreren Durchläufen ihr volles Potenzial. Transhumanism ist daher so ähnlich wie ein guter Wein: Das Album braucht Zeit um sich zu entfalten, genau so wie man beim ersten Schluck eines Weines auch nicht alle Nuancen sofort schmecken kann.

Der Titeltrack ist das beste Beispiel dafür. Die Nummer wächst mit jedem Durchlauf, außerdem hört man selten so überraschende, fast schon Funk-artigen Passagen in einem Death Metal Song. Das Playthrough-Video dazu gibt es HIER.


Fazit
Virial liefern mit Transhumanism eine sehr progressive Death Metal Platte ab. Das Album strotzt vor technischem Können und komplexem Song-Writing, ohne sich dabei in Details zu verheddern. Dadurch spricht es sowohl Genre-Kenner als auch all jene an, die bis jetzt noch nicht in die Welt des technischen Death Metal eingetaucht sind. 8 / 10

Line Up
Thomas Wieser – Gesang, Gitarre
Christian Wieser – Gitarre
Philip Dollinger – Bass
Stefan Rojas – Schlagzeug

Tracklist
01. Discovery
02. Project Cyclops
03. Interstellar Voyage
04. March Of Prometheus
05. The Insight
06. Aurelia I – Deterioration
07. Aurelia II – Purgatory (Instrumental)
08. Aurelia III – Realignment
09. Quantum Leap
10. Transhumanism
11. Cosmic Code
12. Technological Singularity

Links
Facebook Virial
Instagram Virial


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