Soilwork – A Whisp Of The Atlantic – EP Review

Soilwork – A Whisp Of The Atlantic
Herkunft:
Helsingborg / Schweden
Release:
04.12.2020
Label: Nuclear Blast
Dauer:
36:54
Genre: Melodic Death Metal 


Foto Credit: Stephansdotter Photography

Nach dem sehr gelobten Vorgängeralbum Verkligheten haben Soilwork fast zwei Jahre später eine neue Scheibe am Start.

Die Schweden sind aktuell im 24. Jahr ihres Bestehens und haben in der Zeit den ein oder anderen Hit wie Nerve, The Flameout, Like The Average Stalker oder Stabbing the Drama auf die Menschheit losgelassen.

Beweis der Fähigkeiten?

Bei einem Blick auf die Länge der Tracklist ist man dann doch überrascht, dass das Album bei fünf Songs fast 37 Minuten lang ist. Hauptgrund dafür ist der Opener, der mit über 16,5 Minuten mit sehr, sehr weitem Abstand der längste Soilwork Titel aller Zeiten ist. David Andersson hat sich nach Eigenangaben den Traum erfüllt einen wirklich epischen Song zu schreiben.

A Whisp Of The Atlantic startet mit Keyboard und unverzerrter Gitarre, bis man im low bis mid-Tempo mit cleanen Vocals startet. Im weiteren Verlauf des Titeltracks spielt die Band alt bekannte Elemente, wie das Zusammenspiel aus cleanem und gruturalen Gesang sowie das Zusammenspiel aus mehrstimmigen Gitarren mit Keyboards, aus. Dennoch ist das Lied in vielen Parts deutlich progressiver als man es von der Truppe gewohnt ist. Der Song ist zwar nicht so leicht zugängig, dürfte aber unseren Prog Fans den Zugang zur Band erleichtern und zeigt, dass man schon anspruchsvollerere Kost präsentieren kann. Die letzten beiden Minuten gibt es langsame Drums mit Saxophon und man bringt so noch etwas Jazz. Klar der Refrain kommt mir eventuell zu oft, aber der Auftakt hat mir dennoch gut gefallen.

Aufgepimpte alte Stärken

Feverish beginnt mit Klavier und Synths um dann zu einem Blastbeat anzuziehen. Hierbei setzt man auf den altbekannten Abtausch aus gegrowlter Strophe und clean gesungenem Refrain. Auch der Ausgang mit Streichern hat gut funktioniert. Bei Desperado findet man nach einem atmosphärischen Aufbau und dem Anziehen einige symphonische Elemente, die mich etwas an Nightwish erinnert haben. Auch präsentiert man einen eingängigen Refrain. Insgesamt auf dem Album ist das Keyboard für mich deutlich präsenter als bei den Sachen, die ich bisher von der Band verfolgt habe.

Death Diviner beginnt mit einem allein stehenden Riff und kommt mir von der gesungenen Strophe irgendwoher bekannt vor. Dennoch hat mich der ruhige Teil nach circa drei Minuten und das ruhige Ausklingen in der letzten halben Minute überzeugt.

Damit ein Album hängen bleibt, ist ein fetter Abschluss durchaus von Vorteil. Mit Nothingness And The Devil wurde ein eingängiger Song geschrieben, der ein starkes Heavy Metal Riff, sehr gute Instrumentals und einen eingängigen Refrain hat. In diesen Hit könnt ihr HIER reinhören. Der Abschluss macht echt Laune. Zu guter Letzt gibt es noch ein ruhiges Outro.


Fazit
Soilwork haben mit ihrem 16 Minuten Titletrack neue Wege eingeschlagen und im weiteren Verlauf der EP den altbekannten leicht verändert weiter beschreiten dürfen. Diese Fusion ist mir wohlverdiente 8,5/10 wert.

Line Up
Björn Strid – Gesang
Sven Karlsson – Keyboard
Sylvein Coudret – Gitarre
David Andersson – Gitarre
Bastian Thusgaard – Schlagzeug

Tracklist
01. A Whisp Of The Antlantic
02. Feverish
03. Desperado
04. Death Diviner
05. The Nothingness And The Devil

Links
Facebook Soilwork
Webseite Soilwork


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