Paladin – Anamnesis – In Memory of Warrel Dane – EP Review

Paladin – Anamnesis
Herkunft:
Atlanta/USA
Release:
13.12.2019
Label:
Bandcamp/digitales Album
Dauer:
14:29
Genre:
Thrash Metal


Am 13.12.2019 jährte sich der Todestag von Nevermore Fronter Warrel Dane zum zweiten Mal. Der charismatische Sänger verstarb 2017 in Sao Paulo während der Aufnahmen zu seinem zweiten Soloalbum an einem Herzinfarkt, welches dann posthuman im Oktober 2018 veröffentlicht wurde. Es war zwar allgemein bekannt, dass Dane gesundheitlich nicht in bester Verfassung war, da der jahrelange Alkoholmissbrauch in Verbindung mit seiner Diabeteserkrankung ihn körperlich über die Jahre ziemlich gezeichnet hatte, dennoch schockierte auch mich die Nachricht über das Ableben des 56-jährigen so sehr, dass ich mich heute noch genau daran erinnere, wo ich mich befand, als ich davon erfuhr, denn Nevermore zählten für mich nicht zuletzt wegen des Ausnahmesängers zu meinen Alltime Favorite Bands.

Die Atlanta Thrasher Paladin, die mich im Mai diesen Jahres mit ihrem Debütalbum Ascension positiv überrascht haben, zollen ihrem Idol an dessen zweiten Todestag nun auf einer 3-Track-EP Tribut, die nur in digitaler Form, per Streaming oder Download via Bandcamp erhältlich ist. 

Dabei werden die ausgewählten Songs ziemlich nah an den Originalfassungen angelehnt, mit Bravour heruntergezockt. An der Klasse der Songs gibt es ohnehin keinen Zweifel und auch die technischen Fähigkeiten seitens Paladin stehen außer Frage, so dass lediglich trotz der vorhandenen Stimmgewalt von Sänger Taylor Washington zu erkennen ist, wie einzigartig Warrel Danes Gesang gewesen ist. Ansonsten sind The River Dragon Has Come (Dead Heart In A Dead World) und Final Product (This Godless Endeavor) zwei Nevormore Klassiker, die keine Wünsche offen lassen. Mit  42147 (The Politics of Ecstasy) haben die Jungs dann einen Song aus der zweiten Reihe zu neuem Glanz verholfen.


Fazit:
Unter dem Strich ist dieser Tribut an den unvergessenen Sänger trotzdem nicht nur für Nevermore oder Paladin Fans eine lohnende Sache, denn für 4,50 USD  bekommt man drei technisch anspruchsvolle Thrasher, die jederzeit Spaß machen. Die Auswahl der Songs und deren Umsetzung kann ich mit guten 8/10 als gelungen bezeichnen. Bei der Gelegenheit möchte ich euch auch Paladins Debütalbum Ascension nochmal ans Herz legen, welches ebenfalls via Bandcamp zu bestellen ist.

Line up:
Taylor Washington – Gitarre, Gesang
Alex Parra – Gitarre
Andy McGraw – Bass, Gesang
Nathan McKinney – Drums
 
Dedicated to Warrel Dane
Produced by Paladin
Music by Jeff Loomis
Lyrics by Warrel Dane
Drum Engineering by John Douglass
Mixed & Mastered by Matt Smith
Artwork by Travis Smith

Links:
Facebook Paladin

 
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