Pain Is – Nachgefragt bei Jerome Jaw – Interview

Die Modern Metaller Pain Is sind seit 2002 Teil der österreichischen Metal-Szene. Vor kurzem hat die steirisch-kärntnerische Combo ein Video zu ihrem Song Never Walk Alone, das ihr HIER sehen könnt, veröffentlicht. Unser Gast Redakteur Markus hat mit Sänger Jerome Jaw über das MMA-lastige Video, die Szene im Süden Österreichs, Covid-19 und 18 Jahre voller PAIN CORE gesprochen.


Markus: Hi Jerome. Erstmal: Wie geht’s euch? Ich hoffe, ihr seid alle gesund?
Jerome: Uns geht es sehr gut, alle sind gesund und fit und wir sehen einer spannenden Zeit entgegen.

Markus: Für alle die Pain Is noch nicht kennen – beschreibe die Band bitte in 2-3 Sätzen.
Jerome: Pain Is ist der von uns selbst betitelte CORE OF THE 4. Wir sind vier Individuen, die sich das Ziel gesetzt haben, möglichst vielen Menschen ihre Musik zu präsentieren und vielleicht als Fans zu gewinnen. Unsere Passion, die Liebe zur Musik und Liveperformance, ist für uns ein Grundnahrungsmittel, ohne das wir nicht leben können und wollen. Der Musikstil wurde als PAIN CORE betitelt, da wir uns nicht mit der Kategorisierung in eine Schublade abfinden wollten. Das übernehmen dann die Zuhörer, aber am Ende des Tages ist es Musik.

Foto Credit: Cyril Helnwein

Markus: In eurem neuen Video geht es sehr kämpferisch zu und ihr zeigt euch als Motivatoren eines MMA-Kämpfers. Wie kam es zu dem Video und was ist die Idee dahinter?
Jerome: Die Story hinter dem Song hätte man sehr vielfältig darstellen können, für uns war aber die Zugänglichste dieser Fight. Die Message hinter dem Song ist der Wille zu kämpfen, egal um was es sich handelt, wenn es notwendig ist mit beinharter Arbeit an einem Selbst. Florian Aberger, der Hauptdarsteller unseres Videos, weiß nur allzu gut was es heißt um etwas zu kämpfen. Er ist im Moment einer der aufstrebenden MMA Fighter in der Steiermark. Der Weg des Einzelnen wird immer begleitet werden von vielen Personen die dich unterwegs supporten. Daher auch der Titel NEVER WALK ALONE.

Markus: Du bist in den Credits unter anderem als Videoproduzent eingetragen. Wie ging es dir damit, gleichzeitig vor und hinter der Kamera aktiv zu sein?
Jerome: Die genaue Definition ist für mich persönlich Mit-Produzent, da ich jede zu treffende Entscheidung absegne und koordiniere. Produktionstechnisch liegt mein Hauptaugenmerk immer auf der Projektplanung und Gesamtumsetzung, kurzum auf dem Gesamtkonzept. Das visuelle Wunderkind hinter dem Video ist unser Stammproduzent Gunther Rothbart. Audiotechnisch ist Produzent Michael Wolff an Bord. Hinter dem Drehbuch stecken Gunther Rothbart, Tom Steam und meine Wenigkeit. MaC und Steve übernehmen die gesamte Logistik.

Markus: Bei eurer Plattenfirma ist seit Längerem der Satz „auf der Suche nach dem richtigen Label“ zu lesen. Woran liegt das?
Jerome: Wir sind laufend in Verhandlungen mit diversen Labels. Die wichtigsten Faktoren sind für uns eine Partnerschaft auf Augenhöhe und eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Markus: Vor einigen Jahren gab es in Kärnten noch mehr international angehauchte Metal-Konzerte, heute sind die Gigs eher underground-mäßig ausgerichtet und konzentrieren sich fast nur auf Klagenfurt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Woran liegt das eurer Meinung nach?
Jerome: Kärnten hat wunderbare Events und engagierte Veranstalter, allen voran sind hier Rock den See, Straight Ahead, Rockts die Burg, Heavy Mölltal usw zu nennen. Was manchmal fehlt wären staatliche Förderungsmöglichkeiten für solche Events. Danke an dieser Stelle an oben genannte Veranstalter, bitte macht weiter so, unseren Support und unser Herz habt ihr bereits.

Markus: Lokale Metal-Bands kommen und gehen, wie man als Kärntner sehr oft mitbekommt. Ausnahmen gibt’s wenige, unter anderem Madog, Rotten Cold und euch. Was treibt euch nach der langen Zeit noch dazu an, mit eurem „Paincore“ weiterzumachen?
Jerome: Die genannten Bands sind international erfolgreich und haben unseren aufrichtigen Respekt, das mal vorweg. Was uns pusht, sind die unzähligen Liveshows auf internationalen Bühnen und die Liebe zu unseren Fans. Das Adrenalin und das Hammerfeeling wenn du bei einem Konzert auf der Bühne die Crowd siehst, mitsingen hörst und ihre Liebe zu deiner Musik spürst, einfach unbeschreiblich.

Markus: Ihr seit auch dafür bekannt, viele Konzerte zu geben. Durch Covid-19 ist das ja erstmal nicht möglich. Wie nutzt ihr als Band die Zeit, bis ihr wieder auftreten könnt? Können wir bald neue Musik von euch erwarten?
Jerome: 2022 wird es audiotechnisch auf die Zwölf geben. Im Laufe dieses und nächsten Jahres werden wir zudem weitere Infos über das neue Album veröffentlichen. Aber schon 2021 kommt auf jeden Fall unser nächstes Video heraus, wir arbeiten bereits daran.

Markus: Wie geht es euch allgemein mit der aktuellen Situation? Im Moment sieht die Zukunft nicht gerade rosig aus, vor allem für Künstler nicht.
Jerome: Die Kunst- und Kulturschaffenden sehen einer ungewissen und schwierigen Zeit entgegen. Unterschätzt nie den Beitrag der durch Kunst und Kultur geschaffen wird, vor allem in solchen Krisenzeiten.

Markus: Habt ihr noch etwas, was ihr unseren Lesern unbedingt sagen möchtet?
Jerome: Wir möchten uns für die Unterstützung unserer Fans, Partner und Eventveranstaltern bedanken und wir sehen uns auf Tour … hoffentlich bald.


Links:
Webseite Pain Is
Facebook Pain Is
 
Text: Markus Arch
Fotos: Cyril Helnwein                                                 

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