Graveyhard – Pathbuilder – Album Review

Graveyhard – Pathbuilder
Herkunft:
Pontremoli / Italien
Release:
17.04.2020
Label:
Argonauta Records
Dauer:
40:28
Genre:
Sludge Doom Metal


Eine ordentliche Portion Sludge Doom erreichte mich kürzlich aus Italien. Mit Pathbuilder erscheint am 17. April das bereits dritte Album von Graveyhard seit ihrer Gründung 2011. Und ich kann schon mal sagen, dass es ordentlich rockt.

Gleich im ersten Titel Burn Forever fassen Graveyhard dabei ganz gut zusammen, was diese Band ausmacht. Sie holen den Hörer zunächst mit einem sanften Akustikpart ab, wandeln das melodische Stück in einen harten elektrischen Riff um und nehmen einen dann auf dem doomigen Zug mit. Untermalt wird das ganze durch die vielseitige Stimme Ivan Magnanis, die mich tatsächlich von Beginn an begeistert. Vom harten Growling, über Schreigesang bis hin zu sanftem Gesang zieht Magnanis sonore Stimme einen in seinen Bann. Doch auch Gitarre und Bass brauchen sich nicht verstecken. In den folgenden Titeln geht es zwar in gleicher Manier weiter und sie erfinden das Rad nicht neu, dennoch wird es nicht langweilig beim Hören von Pathbuilder. Der antreibende Beat in The Fighter lässt einen kaum still stehen. In Blame Yourself wird es besonders im mittleren Teil sehr melodisch und in King of Sorrow zur Abwechslung etwas schneller als zuvor. Graveyhard bleibt sich in seinen Titeln stets treu, weiß aber durch gelungene Spielereien interessant zu bleiben. So auch im zunächst unscheinbaren Dejection, das sich im Mittelpart ein verträumtes Akustikstück aufbaut und wieder zu überraschen weiß.

Der eigentliche Titelgeber Pathbuilder kommt etwas rockiger daher und fischt eher im Bereich Hardrock, ist aber ebenfalls nochmal ein hörbares Stück vor dem vergleichsweise schwachen On My Knees, dass in meinen Augen etwas einfallslos dazwischengeschoben wirkt. Um so mehr wird man daher in Holy Whiskey entschädigt, dass erneut mit einem antreibenden Riff daherkommt und durch ein tolles Solo glänzt.

Mein ganz persönlicher Liebling kommt dann in Form der melodischen Ballade Winter kurz vor Schluss daher. Wieder ist es Ivan Magnanis Stimme, die hier brilliert und zusammen mit den härteren Gitarren im Hintergrund ein emotionales Stück zusammenzaubert, welches letztlich in einem leidenschaftlichen Solo für Gänsehaut sorgt.

Abschließend weiß dann Chainsaw nochmal kräftig und wütend dem Titel entsprechend die letzten Reste klein zu sägen und das kurzweilige Album zu einem krassen Ende zu führen.


Fazit
Graveyhard erfindet mit Pathbuilder sicherlich nichts neu, aber sie machen vieles in diesem Album richtig. Es bleibt durchweg hörbar ohne langweilig zu werden. Besonders ist neben den einfallsreichen Melodien der Gesang hervorzuheben, der mich wirklich beeindruckt hat. Stiltechnisch hätte man sich vielleicht das ein oder andere mehr trauen können, um die Titel einzeln voneinander stärker abzuheben, dennoch ein gutes Album, das man immer wieder mal durchlaufen lassen kann. Hier gute 8/10.

Line Up
Ivan Magnani – Gitarre, gesang
Alessio Borghetti – Gitarre
Carlo Bellagotti – Bass
Gabriele Americans – Drums

Tracklist
01. Burn Forever 
02. The Fighter 
03. Blame Yourself 
04. King of Sorrow 
05. Dejection 
06. Pathbuilder 
07 .On My Knees 
08. Holy Whiskey 
09. Winter
10. Chainsaw 

Links:
Facebook Graveyhard
Bandcamp Graveyard

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