DGM – Tragic Separation – Album Review

DGM – Tragic Separation
Herkunft:
Italien
Release:
09.10.2020
Label:
Frontiers Music s.r.l.
Dauer:
56:48
Genre:
Progressive Metal


Foto Credit: Matteo Ermetti

Die italienischen Progressive Metaller DGM sind schon seit über 25 Jahre im Geschäft und liefern mit Tragic Separation bereits ihr zehntes Album ab. Obwohl ihre Alben von Anfang an in den nationalen und internationalen Magazinen tolle Kritiken erhielten und die Band ausgiebige Tourneen durch Europa, Japan und Amerika spielte, erreichten sie nie den Bekanntheitsgrad von Bands wie Threshold, Redemption, Symphony X oder gar Dream Theater.

Seit 2016 stehen die Progger bei Frontiers Music s.r.l. unter Vertrag, dessen erste Frucht das gefeierte The Passage Album war. Die Songs auf dem neuen Streich Tragic Separation verbindet ein textliches Konzept über die Wege und Folgen, die jeder Mensch nach seinen Entscheidungen im Leben zurücklegen muss. Nach so vielen philosophischen Gedanken bin ich auf die musikalische Umsetzung gespannt, denn für mich ist es die erste Begegnung mit den Italienern.

Eine neue Suche ist ein weiterer Anfang

Der Opener Flesh And Blood weiß von Anfang an zu begeistern. Die treibende Nummer erinnert mich sehr an Symphony X, was zum einen an der Stimmlage von Marco Basile liegt, die einem Russell Allan nicht unähnlich ist, als auch von der Instrumentierung, die wie bei den amerikanischen Kollegen nie der Zurschaustellung von virtuosen Eskapaden dient, sondern songdienlich verarbeitet wird. Überzeugt euch HIER im aktuellen Video zum Song selbst. Das gelingt ebenso bei den sehr melodischen Surrender und Fate, bei denen mit mehrstimmigen Gesängen und rasanten Gitarrenläufen Akzente gesetzt werden.

Hope beginnt etwas leiser, nachdenklicher, das Tempo und die Dynamik nehmen erst im weiteren Verlauf zu und gipfeln im Refrain, der tatsächlich so etwas wie Hoffnung vermittelt, was im Lyric Video zum Song HIER anzuschauen ist. Eine wunderschöne Pianomelodie, die von einer Violine begleitet wird, leitet den Titeltrack Tragic Separation ein. Der spannend arrangierte Longtrack ist mein persönlicher Anspieltipp, denn er bringt neben viel Gefühl und progressiven Parts auch jede Menge klassische Rock Hooklines in dem Song unter. Dafür werden auf Stranded Härtegrad, Geschwindigkeit und Progfaktor erneut erhöht. Trotzdem wird immer darauf geachtet, dass der Refrain melodisch und einprägsam bleibt.

 Der Song steht stets im Mittelpunkt

Mit bombastischen Melodien und mitreißenden Gesangspassagen schafft es Land Of Sorrow, den Hörer tief in den Song einzutauchen zu lassen. Silence gehört wieder zu den gradlinigeren Songs, bei denen die Proganteile sparsam eingesetzt werden, dafür drückt Turn Back Time noch einmal ordentlich aufs Tempo, der Rhythmus treibt den Song unnachgiebig nach vorne, während die filigranen Gitarren und verspielten Keyboards darin verwoben, was ihm dadurch eine besondere Note verleiht. Curtain schließt sich quasi als Outro mit instrumentaler Lautmalerei nahtlos an Turn Back Time an und beendet das Album mit nachdenklichen Klängen.


Fazit
Mit Tragic Separation ist den Italienern DGM eine fantastisches Progressive Metal Album gelungen, das absolut auf Augenhöhe mit den letzten Werken von Symphony X und auch Redemption ist. Die technischen Finessen werden immer songdienlich eingesetzt und verkommen dadurch nicht zur Selbstinszenierung. Damit gibt es von mir eine verdiente 9 / 10 für diese starke Leistung.


Line Up

Marco Basile – Gesang
Simone Mularoni – Gitarre
Andrea Arcangeli – Bass
Emanuele Casali – Keyboards
Fabio Costantino – Schlagzeug

Tracklist
01. Flesh And Blood
02. Surrender
03. Fate
04. Hope
05. Tragic Separation
06. Stranded
07. Land Of Sorrow
08. Silence
09. Turn Back Time
10. Curtain

Links
Facebook DGM
Webseite DGM


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