Ulrika Spacek – EXPO – Album Review

Ulrika Spacek – EXPO
Herkunft: UK
Release: 22.01.2026
Label: Full Time Hobby
Dauer: 45:31
Genre: Elektronic Art Rock


Foto Credit: Anya Broido

Eines muss man mal anerkennen. Die britischen Independent Künstler Ulrika Spacek gehören zur Speerspitze der britischen Indie Rock Szene und wussten schon auf ihren vorherigen Werken gesamtheitlich Futter sowohl für den Kopf als auch für den Bauch zu liefern. Dieses gilt umso mehr für ihr neues Werk EXPO.

Die Band lässt sich als Künstlerkollektiv und ihr Werk  als akustische und visuelle Collage begreifen. Die kurzen Songs sind atmosphärisch dicht und folgen keinen konventionellen Songstrukturen. Sie gehen aber dennoch ins Ohr und können eine Ohrwurmlastigkeit nicht leugnen. HIER ist im Video zu Square Root Of None zu hören, wie Ulrika Spacek ihre Ideen verarbeiten und trotz aller verschiedener Herkunft zu einem Ergebnis kommen.

Eine gesamtheitliche Kunstcollage

Das Album folgt lose dem Konzept der Isolation und der Selbstentfremdung. Auf EXPO werden Samples über analoge Instrumente gelegt, gesampelte Schlagzeugpatterns ergänzen das richtige Schlagzeug. Das ganze ergibt einen Klangteppich, der sich am ehesten noch mit den späten Radiohead vergleichen lässt, HIER ein Beweis in Form des Videos von Build a Box Then Break It.

Die Songs lassen sich am ehesten als experimentell bezeichnen und sind gerade wegen den gemischten digitalen und analogen Schlagzeugsounds sehr perkussiv. Sie strahlen nicht unbedingt Optimimus aus, wirken eher introvertiert und melancholisch und sind deutlich vom Mastermind und Gitarristen Rhys Edwards und seinen Lebensumständen beeinflusst. Schubladen sind bei EXPO eher nicht angebracht. Art Rock passt schon, wenn das Spektrum weit gefasst wird. Eine gewisse Pop Affinität kann beim Hörer sicher nicht schaden, ebenso der Wille mal etwas anderes zu hören.


 Fazit 
Mit EXPO schaffen Ulrika Spacek ein buntes, experimentelles Art Rock Werk, dessen einzelne Patterns ihre eigene Geschichte erzählen und letztendlich zu einem stringenten Gesamtkunstwerk zusammenfinden. Dieses intensive Klangerlebnis sollte man am besten per Kopfhörer genießen. 8,5 / 10

Line Up
Rhys Edwards – Gesang, Gitarre, Piano, Keyboards, Sampler, Electronica
Joseph Stone – Keyboards, Piano, Gitarre, Sampler, Saxophon, Electronica
Callum Brown – Schlagzeug, Percussion, Electronica
Syd Kemp – Bass, Electronica
Rhys Jenkins – Gitarre
Victoria Hamblett – Hintergrundgesang
Gamaliel Traynor – Streicher

Tracklist
01. Intro
02. Picto
03. I Could Just Do It
04. Build a Box Then Break It
05. This Time I’m Present
06. Showroom Poetry
07. Expo
08. Square Root of None
09. Weights & Measures
10. A Modern Low
11. Incomplete Symphony

Links
Webseite Ulrika Spacek
Facebook Ulrika Spacek


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