Vicious Rumors – The Devil’s Asylum – Album Review

Vicious Rumors – The Devil’s Asylum
Herkunft: Kalifornien / USA
Release:  29.08.2025
Label: Steamhammer / SPV
Dauer: 45:39
Genre: Power Metal


Foto Credit: Robin Utbult

Gefühlt ist das letzte Album Celebration Decay gar nicht so lange her und doch sind es schon fünf Jahre, die es bis The Devil’s Asylum gedauert hat. Zwischenzeitlich gibt es einiges an Besetzungswechseln zu vermelden, denn das Line-up hat sich an drei Positionen geändert.

Neu mit an Board sind Robin Utbolt, ehemals Bassist bei Air Raid, sowie der Gitarrist Denver Cooper, welcher zuletzt bei den Power Metallern von NZM gespielt hat. Der wohl spürbarste Wechsel ist der am Mikrophon. Hier ist Chalice ,ex-Sänger von Kill Ritual, nun schon der bereits der vierte Sängerwechsel in Folge.

Ein kraftvoller Neustart mit frischem Line-up

Erstaunlich ist, dass es der Band trotz dieser Wechsel gelingt, die charakteristische Energie und musikalischen Trademarks beizubehalten. Der Opener Bloodbath, den ihr HIER anhören könnt, setzt direkt ein kraftvolles Statement. Der neue Sänger Chalice überzeugt mit einer Stimme, die perfekt zu den aggressiven und thrashigen Riffs passt. Im Refrain wechselt der Song von Härte zu Melodie und bekommt dadurch den Dreh zum Power Metal hin. Vicious Rumors behalten das Konzept der dominanten rifflastigen Gitarren im Kontrast zu kraftvollen Melodien bei.

Die Produktion ist druckvoll und klar, das Songwriting zeigt sich variabel und dynamisch. Natürlich hat man die zündensten Nummern gleich an den Albumbeginn gesetzt. Die folgenden Dogs Of War und Crack The Sky In Half stechen durch ihre hymnischen Refrains und präzise ausgearbeitete Instrumentalpassagen hervor. Trotzdem alles frisch klingt, ist die Band sich auch beim fünfzehnten Studioalbum treu geblieben.

Stilistische Vielfalt und nostalgische Rückgriffe

Das Album bietet eine gelungene Mischung aus klassischem Power Metal, thrashigen Elementen und melodischen Ausflügen. Songs wie High Hell Hammer erinnern an die Glanzzeiten der Band in den frühen Jahren, während Butcher’s Block und Abusement Park mit düsteren Themen und treibenden Rhythmen punkten.

Es ist die Mischung, die The Devil’s Asylum so spannend hält. Das erkennt man am Besten beim eher ungewöhnlichen Wrong Side of Love, welches einen Touch von Mötley Crüe enthält. Dadurch überraschen uns Vicious Rumors mit einem frischen, fast schon radiotauglichen Ansatz, ohne die metallische Härte und die eigene Identität zu verlieren.

Die Produktion ist gelungen und legt großen Wert auf Details. Das betrifft das variantenreiche Drumming genauso wie die zweistimmigen Vocals im Refrain, die das Album begleiten und es wie aus einem Guss erscheinen lassen. Unterschlagen darf man aber nicht die tollen Gitarrensoli von Geoff Thorpe und Denver Cooper, die dem Ganzen einen emotionalen und klassischen Metal-Touch verleihen.

Ein würdiger Abschluss mit Abwechslung und Frische

Nach einem Mittelteil mit einigen Midtempo-Nummern steigert sich gegen Ende die Intensität des Albums. Besonders hervorheben möchte ich da In Blood We Trust und den Titelsong. Dazwischen stampft ordentlich Better Than Me mit den dazu passenden bissigen Lyrics.

The Devil’s Asylum bildet einen glänzenden Abschluss. Chalice brilliert mit kraftvollem Gesang, die Gitarren liefern ein metallisches Feuerwerk an Riffs und Soloarbeit und das Schlagzeugspiel treibt den Song unermüdlich vorwärts. Nach so vielen Jahren schaffen es Vicious Rumors immer noch zu überzeugen und trotz einiger Besetzungswechsel ein frisch wirkendes Album mit den eigenen typischen Trademarks abzuliefern.


Fazit
Trotz einiger Besetzungswechsel gelingt Vicious Rumors ist ein starkes, abwechslungsreiches und energiegeladenes Album. The Devil’s Asylum wird alte Fans und Neueinsteiger gleichermaßen begeistern. Das liegt an der Mischung zwischen energetischen Riffs und den gekonnten Melodien für die Mastermind Geoff Thorpe ein Garant ist. 8,5/10

Line Up
Chalice – Gesang
Robin Utbult – Bass
Geoff Thorpe – Gitarre
Denver Cooper – Gitarre
Larry Howe – Schlagzeug

Tracklist
01. Bloodbath
02. Dogs Of War
03. Crack The Sky In Half
04. High Hell Hammer
05. Butchers Block
06. Abusement Park
07. Wrong Side Of Love
08. Boring Day In Hell
09. In Blood We Trust
10. Better Than Me
11. The Devil’s Asylum

Links
Facebook Vicious Rumors
Webseite Vicious Rumors


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